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GPS

Garmin LogoGarmin GPS276cSeit einiger Zeit verwende ich begeistert Garmin GPS Geräte. Aktuell verwende ich seit April 2008 ein GPS 276c. Gegenüber meinem alten StreetPilot (siehe weiter unten) hat es nur Vorteile, wie z.B. ein hervorragendes und auch bei Sonne ideal ablesbares und sehr brillantes Farbdisplay, einen sehr schnellen Prozessor, Unterstützung von großen Speicherkarten (ich habe mir eine 256 MB Karte geleistet und kann damit gut eine Alpentour abdecken) sowie einen schnellen USB Anschluß zum Download der Karten und erheblich mehr Speicherplatz und Funktionen (z.B. Turn-by-Turn Autorouting mit Sprachansage auf optionalem externem Lautsprecher, Auto-Zoom vor Abzweigungen etc., außerdem ist alles irgendwie einstellbar, einfach irre. Das Ding ist ‘ne Wucht. Ich habe viel Freude damit. Unten: Das neue GPS im Cockpit der Comete.

GPS in Cometencockpit

Garmin StreetPilotBis April 2008 verwendete ich einen StreetPilot (siehe links).

Der StreetPilot verfügt über einen 12-Kanal Parallel-GPS-Empfänger und besitzt eine grafische Kartendarstellung. Enthalten ist eine Basemap, die dei ganze Welt ohne die USA abdeckt und bis ca. 8km Auflösung detailliert funktioniert. Eine grobe Orientierung ist damit also immer möglich. Mit Speicherkarten, die in einen Erweiterungs-Slot eingeschoben werden, ist es möglich, MapSource Karten nachzuladen und somit detailliertere Navigation zu betreiben. Es sind Details bis auf Feldweg-Ebene herunter vorhanden, je nachdem wie weit man in die Karten hineinzoomt. In den Seealpen hatte ich auf den Bergstrecken jede Serpentine auf 2m genau verzeichnet. Das ist mal faszinierend. Wenn man bei zügiger Fahrt durch unbekanntes Gelände geschickt zoomt (rechtzeitig vor den Abbiegungen und Kreuzungen hineinzoomen, damit man weiß, wo man lang muß), dann kann man sich mit dem StreetPilot auf dem Mopped bewegen, als wenn man sich in dem unbekannten Gelände perfekt auskennen würde. Leicht entdeckt man kleine Seitensträßchen und neue Varianten in bereits bekanntem Gelände, es macht eine riesen Freude, mit dem Pilot unterwegs zu sein. Eine Karte kann man zuhause lassen, vielleicht noch eine grobe Übersichtskarte für die Grobplanung einer längeren Tour.

SeitenansichtIm Gegensatz zu dem GPS12, was ich vorher hatte, ist der StreetPilot weniger für den Navigationstheoretiker, sondern für Praktiker gemacht. Man kann technische Dinge wie Tracklogintervalle und Kartendatum erheblich weniger detailliert einstellen, man versucht, die mathematischen Satelliten-Daten wie Kurs und Koordinaten vor dem User zu verstecken und eher praktisch verwendbare Informationen wie Geschwindigkeit, Richtungspfeile und Orts- und Straßennamen anzuzeigen. Gegenüber dem GPS12 vermisse ich nur die höhere Anzahl Speicherplätze für Waypoints (im Streetpilot nur 100, im GPS12 512) und die Möglichkeit, Tracks mitzuspeichern und auszulesen, was im Streetpilot kaum möglich ist, nur die letzten paar Kilometer und die auch nicht parametrierbar detailliert..

Die Helligkeit der amberfarbene Hintergrundbeleuchtung läßt sich in vielen Stufen einstellen und ermöglicht einwandfreie Navigation auch im Dunkeln. Das Gerät ist wasserdicht nach IPx7 und kann damit direkt am Motorradlenker montiert werden und nimmt im Regen keinen Schaden.

Mit geladenen Mapsource-Karten (ich verwende die Metroguide Europa) kann man direkt Adressen nach Straße/Hausnummer suchen, die Eingabe eines Ortes ist meist überflüssig, da immer in einem Umkreis um die aktuelle oder um die Cursorposition gesucht wird. Das ist cool. ;-)

Hier einige Screenshots:

AdressucheStädtelisteLinks der Start der Adress-Suche. Rechts die Städteliste mit Angabe der Entfernung und der Himmelsrichtung vom aktuellen Standort.

Hat man die Stadt
Stadt gefundenNavigationeinmal gefunden, kann man entweder direkt dorthin navigieren oder den Cursor direkt dorthin setzen. Das Display ist mit 240*160 Pixeln sehr hochauflösend


Touratech-HalterungBesonders cool ist es, daß man ihn im Auto oder auf dem Motorrad benutzen kann, lediglich eine 12V Versorgung ist erforderlich. Ich habe auf beiden Moppeds einen Touratech Lenkerhalter, der den StreetPilot perfekt arretiert, auch im Gelände (siehe rechts). Im Auto benutze ich den mitgelieferten Dashboard-Mount, der einfach auf das Armaturenbrett aufgeklebt wird. Beim Clown Versand in Hamburg habe ich dann die erforderlichen Kabel, Speicherkarten und Halterungen direkt mitgekauft. Dort gibt es günstige Bundle-Preise. Der Inhaber Gerd Wichmann ist sehr nett und berät kompetent. Er verkauft Boots-Zubehör, hat aber auch einen separaten GPS-Shop.

In Benutzung habe ich zwei 64 MB Speicherkarten. Wichtig: Nicht die 128er verwenden, weil dann beim Reinladen der Karten das 50-Karten Limit im StreetPilot eher als das 128 MB Speicherlimit erreicht wird und der Speicher mit 50 Kacheln von der Metroguide Software dann nicht vollständig ausgenutzt werden kann. Problematisch ist das allerdings nicht, denn in 64 MB bekommt man beispielsweise die kompletten Alpen, vom Mittelmeer bis nach Tirol mit einem breiten Streifen drum herum. Auf die zweite Karte kommt dann der Korridor, den man für die Anreise braucht. Da kommt man prima über einen Urlaub. Da ich mir den USB Kartenleser für die Garmin Karten nicht gekauft habe (zu teuer), dauert das Laden der Kartendaten über die serielle Leitung vom Garmin recht lange, so ca. 5 Stunden. Muß man also rechtzeitig dran denken. ;-)

GPS am MoppedIch habe mal bei Garmin nachgefragt, ob man evtl. das 50-Karten Limit durch einen Software-Update beseitigen kann. Daraufhin teilte man mir mit, daß die Entwicklung der Firmware des Garmin StreetPilots abgeschlossen sei, was aber nicht stimmt, denn nach der Aussage sind noch neue Versionen auf der Garmin Homepage erschienen. Aktuell findet man dort die Atlantic Variante in der Version 2.10 vom 19.5.2004. Man kann sie von dort herunterladen und in den StreetPilot brennen. Es werden immer noch Bugs gefixt und auch Verbesserungen eingeführt, z.B. für verbesserten Support von Speicherkarten und für verbesserten Satelliten-Empfang unter schlechten Bedingungen.

Für den PC habe ich ein Kombikabel gekauft, wo ich den StreetPilot direkt auch mit Power aus einem Netzteil versorgen kann. Am Motorrad habe ich dann jeweils ein reines 12V Powerkabel verlegt. Im Auto tut’s ein Spiralkabel mit Zigarettenanzünderstecker.

Hier gibt’s einige interessante Links für Garmin-User:

 Garmin selbst, Quelle für aktuelle Infos und Firmware-Upgrades, GPS-Gerätevergleich
 Tipps zum GPS 276c im GPSWiki, einer nutzergefüllten Wissensdatenbank rund um’s Thema GPS
 Clown-Versand Hamburg eine preiswerte Quelle für Garmin-Geräte, gute Beratung
 Touratech QuoVadis, nach wie vor die beste GPS-Software für den PC, meiner Meinung nach.
 Joe Mehaffey and Jack Yeazel’s GPS Information Page, DIE amtliche und unerschöpfliche Quelle
 Peter Bennett’s GPS Information Page mit vielen Infos zu GPS und NMEA
 GPS2PILOT2PC, ein Programm von Ott-EDV zum Verwalten von Tracklogs am Palm
 DIGIMAP Stadtpläne und Routenplanung mit dem Palm
 Waypoint+, ein Freeware Programm zum Verwalten von Garmin-Waypoints mit dem PC.
 Naviboard.de, ein sehr gutes GPS-Forum
 NaviFriends, ein weiteres Navi-Forum
 GPS-Forum, ein anderes Forum für alles rund um GPS und Navigation
 Panavue, ein Programm zum Zusammenkleben von Karten-Bitmaps z.B. für TTQV. Echt cool.
 OziExplorer, ein Konkurrenzprodukt zu TTQV, kommt da aber meines Erachtens nicht ran.
 Därr Expeditionsservice, der offizielle deutsche Garmin Händler (recht teuer, aber groß)
 GPSTracks (NL), eine niederländische Up- und Download-Seite für GPS Tracks
 GPSies - Tracks for Vagabonds, eine Up- und Download-Seite für Tracks

Ich freue mich immer über Anregungen oder Fehlerhinweise zu dieser Website und antworte auf jede nette Zuschrift. EMail:  webmaster@powerslider.de