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Dienstag, 5.9.2006

Enduro mit Steffen

Erneut am DreikreuzbergHeute soll es mit Steffen auf eine nette Enduro-Runde gehen. Wir fahren erstmal zum Dreikreuzberg hoch und folgen dann der Route der ContiRomania Trophy, ein Event, das die Firma Continental für verdiente Bezirksleiter ihres Reifen-Vertriebsnetzes mit Hilfe der Enduromania-Infrastruktur organisiert. Dafür werden einige Geländewagen angemietet und präpariert und dann dürfen die Kunden mal einige Tage mit einem Guide Offroad fahren.



Sturzstelle von SilvioDie Strecke ist also dementsprechend geländewagentauglich und daher recht einfach zu fahren, aber trotzdem stürzt Silvio nach einem Vorderrad-Verspringer und verletzt sich leicht am Knie, dummerweise ist er heute ohne Knieprotektoren unterwegs, so was macht man natürlich auch nicht. Tja, da kann man nix machen, da muß man wohl durch. Das gibt eine schöne Prellung.



Steilaufstieg bei VirciorovaUnten in Slatina Timis angekommen nehmen wir Benzin auf und fahren dann über die E70 nach Valisoara, wo wir über die bekannte Offroad-Strecke über die Pferdewiesen und die bekannten Schlammlöcher, die dieses Jahr zwar anders aussehen als sonst, aber immer noch schlammig sind, nach Varciorova gelangen. Hier gibt es im Ort, direkt an der Kirche links hoch einen Einstieg in eine sehr steile Holzrutsche, die so zugewachsen ist, daß wir eine sehr schwierige Umfahrung bemühen müssen.

Silvio fotografiert SteffenNur mit allerletzten Anstrengungen gelingt es uns, hochzukommen. Wir machen einige Fotos und Videos. Wir folgen der Steigung immer parallel zur Holzrutsche und gelangen auf die "Zaharias Speziale", auch "Fünf-Hügel- Tour" genannt.








Aussicht vom BerggipfelEine wunderschöne Verbindung über fünf kleine Berge mit steilen Auf- und Abfahrten und...














Noch 'ne tolle Aussicht...einer tollen Aussicht von den Gipfeln zum Muntele Mic und Tarcu.














vollgefressenWir kommen genau am Ende der grobsteinig gepflasterten Straße aus, die vom Zigeunerviertel in Borlova aus Richtung Süden in die Berge geht. Bis zu Zaharias' Haus sind es nur einige hundert Meter und wir genießen wenig später die vorbestellten Nudeln mit Speck, Knoblauch und frischem geriebenem Käse, mjam wie lecker. Mit vollem Bauch hängen wir in der Sonne des Innenhofes ab und wollen gar nicht wieder weg. ;-)



Turnu RuieniIrgendwann müssen wir dann aber doch weiter und machen uns zur Ruine in Turnu auf. Mittlerweile ist es supertrocken und wir kommen ohne besondere Zwischenfälle (na gut, mich zerreißt es einmal, als ich eine Spur im Schlamm falsch treffe und das Vorderrad abhaut) oben an. Wir fahren alle (außer Silvio, heute ist nicht sein Tag) mehrfach zur Ruine rauf und runter, was bei dem heutigen abgetrockneten Boden sehr einfach von statten geht. Wir merken auch alle, daß wir mittlerweile wieder Enduro-Routine bekommen haben und daher auch viel besser mit solchen Schwierigkeiten wie einer Stufe in der Steigung klar kommen.

vor TurnuNach einer kurzen Rast geht's weiter und wir folgen Steffen, um den Einstieg in die Cicleni-Runde zu finden, die ich selbst mal mit dem Fahrtwind Team vor etlichen Jahren mit Sergio entdeckt habe. Wir fahren von der Ruine aus in nördlicher Richtung bis wir auf die Forststraße kommen und biegen rechts ab. Dann endet die Straße an einem Bergwerkstunnel und wir fahren aber rechts dem Verlauf des Hügels folgend ein Stück weiter über eine waagerecht planierte Abraumhalde, bis wir an den Wald-Anfang kommen. Hier ist gut versteckt ein kleiner Einstieg zu einem SingleTrail zu sehen, aber nur wenn man weiß, daß er hier ist. Ich habe einige Probleme beim Einstieg, weil ich schlechte Sicht habe und falsch lenke. Nach einem harmlosen Sturz muß ich mich da erst wieder rausarbeiten und beim zweiten Versuch klappt alles. Wir gelangen oben im Wald an und folgen dem steilen Aufwärtspfad bis auf den Höhenzug, dem wir dann teils im Wald und teils auf Wiesen folgen. Zwischen Dalci und Ciclen kommen wir an eine Kreuzung und fahren kurz nach Ciclen, um die Dorfkinder dort zu besuchen. Die früher sehr schlammige Straße ist mit Geröll zugeschüttet worden und relativ einfach zu befahren, jedenfalls nicht mehr schlammig. Wir gelangen in das Dorf und verschenken bei unserer kurzen Rast einige Plüschtiere und Haribos an die Kinder.

Bei Dalci im WaldEs geht wieder zurück und über Dalci fahren wir direkt auf der Straße nach Caransebes, wo wir wieder die Tanks auffüllen. Dann fahren wir Richtung Resita aus Caransebes raus und noch im Ort links ab, so daß wir vor Rugi in die Berge nach Süden gelangen. Der Weg geht stetig nach oben und auf der Hochebene stoppt uns ein Förster, der uns verbietet, daß wir durch den Wald fahren, der dort aber nicht ist! ;-) Lange diskutieren wir mit ihm rum, tun so als verstehen wir ihn überhaupt nicht und weisen immer auf Enduromania, die Enduro-Vignetten etc. hin. Dummerweise kommen wir nicht auf die Idee, die Acreditare Briefe zu zeigen, die uns als offizielle Teilnehmer ausweisen und alle offiziellen Stellen bitten, uns behilflich zu sein und keine Hindernisse in den Weg zu legen.

im Wald bei CicleniNach viel Diskutiererei läßt er uns endlich passieren, nachdem wir Steffens Enduro- Vignetten- Nummer dagelassen haben, die er sich in sein Büchlein notiert hat. Wir haben nie wieder etwas von ihm gehört. Einige hundert Meter weiter hinter dem nächsten Hügel treffen wir eine rumänische Familie bei der Obsternte und fragen sie, ob wir uns in einem Naturschutzreservat befinden oder ob das Fahren verboten sei. Sie verneinen und sind sehr freundlich zu uns und wünschen uns eine gute Weiterfahrt. Das verstehe wer will.

Wieder in der SchuleWir gelangen über den Höhenzug und einer interessanten (weil schwierigen) Bachdurchfahrt mit steilen Abhängen und Auffahrten) zu einer Stelle, wo wir letztes Jahr schon mal auf einer Tour von Lindenfeld nach Rugi waren und fahren auf unseren Spuren entgegengesetzt nach Maciacas Crossroads, wo wir kurz rasten und dann dem Weg geradeaus weiter folgen, so daß wir etwas weiter oben auf die Verbindung Lindenfeld-Talva stoßen. Auf der Standard-Strecke Lindenfeld- Brebu geht es in flotter Fahrt durch den Wald die 9 km wieder zurück nach Brebu, wo wir Abends ziemlich erschöpft wieder ankommen.

Wir sind so fertig, daß wir beschließen, keinen Service mehr zu machen und am nächsten Morgen erst zu schrauben. Wir gehen nach dem Abendessen und der Dusche direkt in's Bett und ich schreibe noch nicht mal den Bericht, das habe ich dann erst am nächsten Tag gemacht.

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