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Sonntag, 27.8.2006
Brebu und XR400 Aufbau
Am Morgen wollen wir gegen 9:30 frühstücken, aber die Dame am Empfang behauptet, daß es kein Frühstück gäbe. Dummerweise hatte die gleiche Dame am
Vorabend behauptet, daß es von 8-10 Frühstück geben würde. Nachdem wir also hartnäckig nachgefragt hatten, erklärt sie sich bereit, mal in der Küche nachzufragen. Sofort kommt sie wieder und auf einmal geht es doch.
;-) Wir setzen uns in den Speisesaal und bekommen eine Karte vorgesetzt, aus der wir auswählen können, es gibt kein Buffet. Immerhin bekommen wir, was wir bestellen und es ist ganz OK. Sergio kommt dazu und wir
unterhalten uns ein wenig über alles Mögliche. Walter hat vergessen, die Uhr an seinem Wecker umzustellen und verpennt erstmal gepflegt, was ihm sehr peinlich ist, aber er kommt auch noch zu seinem Kaffee.
Danach verabschieden wir uns und fahren mit dem Anhänger nach
Brebu rauf, wo wir das Mopped von Steffen bei Stephen Palmer gegenüber der alten Schule ausladen. Wir bewundern seine Hausbaustelle und erinnern uns an den alten Schuppen, der im letzten
Jahr noch auf dem Bauplatz stand. Seine liebe Frau Vica präsentiert uns das neugeborene Töchterchen und zeigt uns stolz das neue Haus für die Familie. Stephen ist dabei, sich ein richtig hübsches Anwesen
dort hinzubauen. Zum Abschluß des Besuches schauen wir uns noch kurz die neuen Moppeds an, die er angeschafft hat, um sie zu vermieten, Es sind kleine 250er
Hondas, die sehr preiswert in der Anschaffung sind und im Gelände wegen ihres spektakulär geringen Gewichtes von fahrfertig ca. 105 kg wie Fahrräder zu bewegen sind, einfach herrlich. Ich würde gern
mal eine ausprobieren, aber sie sind bereits fertig vorbereitet für vorgemerkte Kunden und eine Vermietung klappt leider nicht.
Wir verabschieden uns und fahren zurück zu Sandus Haus, wo wir die XR400 von Sergio
einsammeln wollen. Der Schlüssel ist bei einer alten Bewohnerin des Dorfes gegenüber hinterlegt und wir stellen fest, daß sie leidlich deutsch spricht und starten eine angeregte Unterhaltung, während
Silvio und Frank mit Walter das Mopped vom Hof holen und auf dem Anhänger festzurren. Wir beschließen, nicht über Resita zurückzufahren, sondern über die Schotterstraße direkt nach Slatina Timis zu fahren,
schließlich haben wir ja einen Geländewagen. ;-) Der Anhänger setzt einige Male auf, aber wir kommen dann doch relativ unversehrt unten an und im Sauseschritt geht's über die E70 nach Hause.
Dort stellen wir fest, daß die XR im Anhänger bei der Fahrt umgefallen ist, aber es ist nix Schlimmes passiert.
Sofort fangen wir an, sie wieder fit zu machen, es gilt, einen Bremsschaden zu beheben und dann müssen Kettenkit, Zündkerze und Luftfilter
getauscht werden. Mit den mitgebrachten Ersatzteilen ist das schnell erledigt und sie springt sofort und ohne Murren an. Wir stellen noch den Ölstand korrekt ein und machen eine kurze Probefahrt, die sehr
zufriedenstellend verläuft. Sie fährt sich sehr leicht und agil, der Wendekreis ist spektakulär klein und sie hat trotzdem ausreichend
Dampf. Leider hat sie keinen E-Starter und ich übe ein wenig das Ankicken, was nach ein wenig Übung recht gut funktioniert.
Zufrieden räumen wir das Werkzeug weg und begeben uns in die Küche zum Abendessen. Danach wollen wir kurz noch bei Zaharias in's
Nachbardorf fahren und dort mal vorbeischauen. Wir treffen ihn und Fane auch an, es gibt ein großes Hallo und wir werden spontan zu einem Bier eingeladen, tauschen die letzten Neuigkeiten
aus und besichtigen die recht stattliche Sammlung von Yamaha Leihmotorrädern, die ein schweizer Unternehmer dort mittlerweile postiert und wo Fane den Mechaniker macht. Es wird bald dunkel
und wir verabschieden uns wieder und düsen mit den Kisten wieder nach Hause.
Hier angekommen müssen nun für morgen einige Vorbereitungen getroffen werden, unter anderem
werden die GPS-Geräte geladen, es gibt einige technische Probleme mit der Anbindung zu lösen (Frank hat den Treiber für sein USB-seriell Kabel nicht dabei) und wir bereinigen die
Waypoint-Tabellen noch ein wenig. Die Fotos werden auch noch auf ein Notebook geladen und per lokalem Netz Daten, Waypoints und Fotos ausgetauscht, der Küchentisch gleicht einer Rechenzentrale, echt verrückt.
Nach und nach gehen alle ins Bett, nur ich bleibe am Schluß noch übrig, da mir siedend heiß einfällt, daß ich noch keinen Bericht geschrieben habe. Vierzig Minuten später ist auch das passiert und
hundemüde falle ich ins Bett. |