|
Donnerstag, 7.9.2006
Tarcu
Nach dem Frühstück machen wir ein wenig Service und stellen bei Franks KTM einen Elektrikschaden fest, den wir aber nicht lokalisieren können, wir wissen nur, daß
er mit dem nachgerüsteten E-Lüfter zusammenhängt. Läßt man ihn weg, dann ist alles OK, es wird halt nur nicht gelüftet. Nun gut. Wir wollen gerade losfahren, da entdeckt Silvio einen Platten an seinem Vorderrad. Wir
beschließen, daß Reifenpilot zu unsicher ist und wechseln den Schlauch. Nach ca. einer Dreiviertelstunde ist das erledigt und wir fahren los.
Es geht erstmal über Rinderhöhe, Matau und Poiana Mare nach Armenis-Top, von wo aus wir
den steilen und felsigen Weg herunter nehmen und unten mitten in Armenis rauskommen. Wir sind also vor einigen Jahren, als wir den Einstieg von unten gesucht haben und im Wald irgendwo hängengeblieben sind,
definitiv den falschen Weg gefahren. Im Tal angekommen kreuzen wir die Eisenbahn und kommen an eine sehr schief aussehende Brücke über den Fluß, die wir schnell hinter uns lassen.
Wir kreuzen die E70 und brausen in schneller Fahrt nach Submargine, wo wir den
Invaliden nicht vorfinden und weiter nach Submargine Top fahren. Wir kommen flott und problemlos rauf und rasten oben unter den Bäumen und futtern die mitgebrachten Stullen. Dies ist wirklich einer der schönsten
Checkpoints der Enduromania, wir genießen die laue Luft, den leichten Wind, den Schatten und die tolle Fernsicht bei perfektem Wetter.
Nach der Rast geht es in flotter Fahrt weiter auf dem Höhengrat bis zur Dorca Wiese, die wir
passieren und dieses Mal nicht wieder in's Plopu-Tal fahren, sondern weiter geradeaus durch den Wald Richtung Zloaba, so daß wir erst später auf den Talweg stoßen, als er schon recht hoch gestiegen ist. Wir
durchqueren einige Male den Fluß und gelangen dann zum alten Endbahnhof der Schmalspurbahn.
Wir folgen dem Weg, den wir am ersten Enduro-Tag mit Doro gefahren sind in umgekehrter Richtung, d.h. jetzt gelangen wir
an die kleine Bachdurchfahrt...
...(hier nochmal mit Frank) und dann auf die aufsteigende Wiese, den steilen Waldanstieg (der jetzt nach der trockenen Woche kein Problem darstellt) und biegen oben angekommen rechts ab
Richtung Cuntu.
An der Wetterstation nehmen wir
den leckeren Kaffee, der ein wenig nach Mokka duftet und einfach herrlich mundet. Frank, Walter rund ich nehmen dann den Tarcu in Angriff, während Silvio unten am See ein wenig Siesta macht.
Die gerölligen Abschnitte sind
relativ einfach zu fahren, da derzeit viele Traktoren die Strecke befahren, die die Wetterstation auf dem Gipfel mit Holz und Dieselöl sowie Baumaterial versorgen, was für eine Modernisierung und
Isolierung der Station verbaut wird.
Der Gipfel ist in losen Wolken
und wir haben bisweilen Nebel, gelegentlich auch tolle Sicht. Die Temperatur beträgt frische 9 Grad und wir machen uns nach einer Viertelstunde und vielen Fotos wieder auf den Abstieg.
Beim Abstieg fotografiere ich einige Fotoserien...
...mit Frank...
...an der Stelle habe ich mich mal heftig mit der Twin hingelegt, hier ist das jetzt völlig harmlos...
...nicht ganz unabsichtlich dieser Spiegeleffekt...
...und wir treffen uns alle wieder
unten am See an der Wetterstation. Wir düsen zügig durch den Wald zum Muntele Mic, wo wir auf halbem Weg einen Bautrupp antreffen,der allen Ernstes die Straße zum Skizentrum asphaltiert. Unfaßbar,
das ist so ziemlich die unwichtigste Straße des Kreises und die wird asphaltiert. Es wurde sogar die Baustraße zum neuen "Gipfelkreuz" asphaltiert, nicht zu fassen.
Wir fahren durch das Baugebiet und nehmen die schlechte alte
Militär-Straße nach Borlova in Angriff, die dann auch recht zügig zu Ende ist und wir kehren kurz bei Stefan und Dika in Turnu Ruieni ein und nehmen einen Kaffee und einen Zuika. ;-) Wir beschließen, Offroad nach
Bolvasnita zu fahren und verfransen uns erstmal im Wegegewirr hinter Borlova, finden eine tiefe Flußdurchfahrt und sind auf einmal auf der neu betonierten Verbindungsstraße. Nun geht's auf Asphalt weiter zur
E70, wo wir dann nach Slatina Timis düsen, da Silvio schon auf Reserve fährt. Dort tanken wir voll und fahren dann über die bekannte Strecke (Forststraße, Poiana de Mar, Matau, Rinderhöhe) wieder heim nach Brebu.
Morgen ist der letzte Tag und wir wollen nach Resita fahren, schauen wir mal, was uns da so erwartet. |