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Samstag, 26.8.2006
Hochzeit
Heute sind wir zur Hochzeit von Gabi und Michu
eingeladen, den langjährigen Helfern im Enduromania Organisations-Team. Der standesamtliche Termin war vorverlegt worden, so daß wir erst zur kirchlichen Hochzeit gegen 16
Uhr eingeladen sind und wir beschließen, vorher noch ein wenig Offroad zu fahren. ;-) Nach einigen kleineren Problemchen mit den Kisten und mit der Beladung starten wir gegen elf Uhr zur
Turmruine direkt beim Ort los. In der Nacht hatte es kräftig geregnet und die Erde hatte noch keine Gelegenheit, die Nässe vernünftig loszuwerden, und so wird direkt die erste ein wenig feuchte
Auffahrt zum Turm zur Prüfung. Auf der KTM von Walter, die ich fahre, ist ein halb abgefahrener Pirelli MT21 montiert, der für diesen Untergrund nun wirklich nix taugt, so daß ich ein wenig basteln
muß, aber immerhin die Passagen ohne Sturz überwinden kann. Walter hat mit der dicken Twin mit Doro drauf so seine Schwierigkeiten. Wir müssen einige Male die Twin aufheben, aber
letztendlich schaffen wir es bis zum Kontrollpunkt. Frank versucht, zur Ruine hochzufahren, aber die Auffahrt ist recht glitschig und mittendrin ist im
zweiten Anstieg eine häßliche Stufe, die dazu führt, daß er es nicht ganz bis oben schafft und im Steilhang hängen bleibt und sich recht gepflegt auf die Nase legt. ;-). Mit vereinten Kräften ziehen wir
die KTM hoch und genießen anschließend die Aussicht. In den vergangenen Jahren bin ich mit der Twin schon mal hier oben gewesen, aber diesmal verkneife ich mir das, die Auffahrt ist zu glitschig
nach dem Regen und die Stufe darin (in den letzten Jahren war die nicht da) macht es nicht besser.
Nach einer kleinen Verschnaufpause geht's weiter und wir fahren auf dem kleinen Grat weiter bis zur Schotterstraße, wo wir nach links
abbiegen und dann dem Verlauf der Straße am Stollen zur Wasserturbine vorbei folgen, bis wir unten wieder in Turnu Ruinei an der Kirche ankommen. Wir haben noch etwas Zeit, brechen aber den ersten Testlauf hier ab,
damit wir uns noch in Ruhe für die Hochzeit fertigmachen können.
Wir haben extra für die Hochzeit feine Sachen mitgenommen, die wir nach einer Dusche dann auch alle anziehen. Steffen hat noch sein Mopped
in unseren Anhänger geladen und wir starten dann mit Anhänger nach Resita und folgen ihm, da nur er weiß, wo es lang geht. In Resita versammelt sich die Familie im Haus des ASB Banat, wo
Gabi und Michu arbeiten. Von dort geht es einige hundert Meter in Richtung Stadtmitte zur alten Basilika, wo die Hochzeit nach dem Zeremoniell der orthodoxen Kirche gefeiert wird. Es scheint
üblich zu sein, in der Kirche zu fotografieren und zu filmen und ich mache einige Bilder.
Links sehen wir Gabi und Michu beim Ja-Wort.
Hier die kleine Hochzeitsgesellschaft auf der Freitreppe der Basilika, die
Enduromaniacs sind am rechten Rand zu sehen (kaum zu erkennen im feinen Stöffchen). ;-)
Nach der Hochzeit geht es in die Innenstadt in ein Hotel, wo Gabi und Michu einen Saal gemietet
haben und die Hochzeitsfeier steigen soll. Links die festliche Truppe der erlesenen Gäste vom Fahrtwind Enduro Team aus dem fernen Deutschland. ;-)
Resita ist eine Industriestadt und genau so sieht sie auch aus, aus
dem Zimmer blicken wir auf Rohre und Kohleförderbänder, die mitten durch die Stadt gehen. Die Gebäude sind in einem schreckenerregenden Zustand.
So nach und nach trudeln alle Gäste ein und ein DJ legt neben
aktuellen internationalen Hits viel lokale Favoriten und auch volkstümliche Musik auf. Es gibt immer wieder zu Essen und landestypische Getränke wie Zuika und ein hausgemachter herrlicher Eierlikör fließen in
Strömen und werden immer wieder nachgefüllt. Mit fortschreitender Zeit steigt die Stimmung und irgendwann wird dann auch mal die Luftgitarre ausgepackt, he he. ;-)
Oben sieht man den Powerslider selbst (rechts am Boden) mit dem Bräutigam links (mit den langen
Haaren). Die Dame im Kleid vorn ist Simina Kovac, die Managerin der Enduromania. Rechts ist Sergio zu uns gestoßen und rockt den Saal mit einer Brautkerze als Gitarre. ;-)
Eine rumänische Hochzeit ist ein
echtes Erlebnis und gegen drei Uhr morgens verlassen wir den Schauplatz, um uns in das eigens angemietete Zimmer im Hotel schlafen zu legen. Wir duschen noch vor dem Schlafengehen, weil aber nachts kein warmes
Wasser da ist, muß es kalt gehen (brrrr). Das Badezimmer ist wirklich bemerkenswert, ich habe noch nie in so einem heruntergekommenen Hotel gewohnt, echt unglaublich. Immerhin waren die Betten OK,
aber wir konnten kaum einschlafen, da wir von kleinen Stechmücken geplagt wurden. Irgendwann ging es dann aber doch. |