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1.9.2005 Donnerstag, Varciorova - Ilova - Discovery
Heute wollen Karl und Heinz von den Österreichern noch mal mit uns fahren, weil deren Kollegen heute ein Monsterprogramm vorhaben: Vom Tarcu aus über den Höhenkamm 50km bis nach
Wittmanns, nie unter 2000m. Eine phantastische Tour, aber durch das felsige Gelände echt heftig.
Wir starten zu einer simplen Runde und fahren erst mal von Borlova aus nach Bolvasnita, was
recht einfach geht, die paar schlammigen Passagen gehen mit dem neuen Reifen erheblich besser, die Twin läßt sich auf einmal auch im Schlamm lenken und man kann im Stehen durchfahren
und muß da nicht mehr so durchbasteln, jedenfalls bei den meisten Schlammlöchern. ;-)
Von dort fahren wir durch die Furt des Flusses und dann auf der Betonpiste nach Varciorova. Hinter
dem Kontrollpunkt geht's dann nach rechts auf die "Olaf-Gedächtnistour", aber die lange schlammige
Passage ist dieses Jahr recht einfach zu meistern. Auch die "ewig glitschige Wiese" dahinter ist dieses Jahr harmlos. Wir machen hier wie letztes Jahr eine Pause, weil Petra etwas erschöpft ist.
Währenddessen probiert Walter mal einige Runden auf der EXC450 von Karl und ist völlig begeistert. Eine andere Welt im Vergleich zur LC4, sagt er. Karl will die "Kraxen" verkaufen, weil er zu alt ist für
diese Scheiße, wie er sagt. ;-) Ich frage ihn, was eine "Kraxen" bedeutet, und er meint das wäre einfach ein "verludertes Stück". ;-)))
Danach geht's weiter nach Valea Bolvasnita und zur Hauptstraße, wo wir nach Süden und dann
Richtung Ilova abbiegen. Im Ort fahren wir rechts ab und wollen nach Sadova gelangen, aber wir versinken im Schlamm, da ich nicht ganz die richtige Abzweigung gefunden habe. Man muß dort
hinter der Kirche abbiegen, dann geht es etwas besser, aber ist immer noch recht steinig schlammig geröllig. Naja.
Wir plackern uns ein wenig ab und machen an einer Kreuzung
erst mal wieder etwas Pause. Von hier aus entscheiden wir uns für den besten Weg in unsere Richtung, der aber dann doch den Berg hinansteigt und über eine sehr ausgewaschene und knifflige
Steigung in den Wald führt. Wir entscheiden uns an einer Gabelung für den linken Weg und gelangen auf einen steigenden Waldweg, der in Richtung Ilova Top führt.
Auf einer Hangwiese treffen wir einen alten Einsiedler, der uns den Weg erklären möchte, aber wie
so oft scheitert das daran, daß wir keine gemeinsame Sprache finden. Er bricht für uns noch einen Zaun ab, den er gebaut hat und dann fahren wir weiter, nachdem wir uns mit einer Schachtel Marlboro bedankt
haben. Etwas weiter oben finden wir einen zweiten Zaun, den wir auch niederreißen müssen und nachher wieder aufbauen, wobei mein linker Handschuh zerfetzt wird, den Mia aber danach fachgerecht mit einem stabilen
Leder-Stück wieder flickt.
Nach einigen Hindernissen (eine schwierige Bachdurchfahrt mit steilen Steigungen davor und dahinter,
wo die Twin mit Seilen durchgezogen wird) gelangen wir an das Ende des Wegs, der Berg hört auf und ringsrum sind nur steile Abhänge mit umgefallenen Bäumen und viel Geröll, absolut unfahrbar. Wir
haben und 4:30 Uhr auf Enduro Survival keine Lust und beschließen, wieder umzukehren.
Wir fahren den Felsweg weiter, wo wir von der Wiese von dem alten Mann hochgekommen sind und gelangen letztendlich wieder auf den Abzweig, wo wir uns
einige Stunden vorher für den Waldweg entschieden hatten. Dabei purzelt Petra bei den Abfahrten einige Male und zerstört sich einmal unter anderem ihre Lampe am Mopped.
Sie ist ziemlich sauer über sich selbst, fängt sich
dann aber wieder. Erschöpft fahren wir weiter und suchen noch ein wenig nach einem Weg nach Sadova, den wir aber nicht richtig finden. Deswegen fahren wir dann wieder zurück nach
Ilova, wobei der Weg in's Dorf hinunter sehr steinig und glitschig ist, so daß wir langsam und vorsichtig fahren müssen und Petra das Mopped von Martin fahren läßt. In Ilova verschnaufen wir
noch etwas, während die Ösis sich verabschieden, da sie heute noch packen wollen und wieder nach Hause fahren. Nach der Pause packen wir uns auf die Moppeds und fahren über Asphalt nach Hause.

Nach dem sehr leckeren Abendessen (es gibt Braten mit panierten Zucchinischeiben) fahren wir noch mal mit alle Mann nach Zaharias ins Nachbardorf, um uns von den Ösis zu
verabschieden. Wir finden sie gut gelaunt beim Bier und setzen uns dazu. Zaharias hat wieder den Cowboy-Hut von seinem Onkel aus Amerika auf. ;-)) Auf einmal hat einer eine dicke Kröte in der
Hand und setzt sie auf den Tisch. Bei den Damen ist schrilles Geschrei angesagt und die Ösis können nicht mehr vor Lachen. Wat’n lustiger Abend. ;-)
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Gegen 11 fahren wir dann etwas angeschiggert wieder zurück und fallen hundemüde in die Betten. Eigentlich wie immer. ;-))) Morgen wollen wir uns mal einen Tag von Fane führen lassen. Schauen wir
mal, wie das wird. |