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Glimboca

Twin-Parkplatz30.8.2005 Dienstag, Ciclen - Var - Glimboca

Der Tag begann wie so oft bei uns sehr ruhig, denn wir haben ja Urlaub. ;-) Heute muß erst ein wenig Bericht geschrieben und geschraubt werden. Ankes Helm hatte einen Wackelkontakt im Mikrofonkanal, was aber dann recht einfach behoben werden konnte. Petra machte einige nette Stilleben vom Hof, wo wir wohnen.

Stefans Waschbecken im Hof











An diesem Waschbecken hier links rasiert sich Stefan, der Vater von Mia und unser Gastgeber morgens immer und auch sonst ist das täglich in Benutzung.






Idylle hinter'm HofHinter dem Hof läuft das Federvieh frei herum, wie im Lande üblich.














GroßmutterRechts seht ihr die Großmutter von Mia, die Mutter vom Gastgeber. Sie ist immer noch sehr rüstig und für das Vieh auf dem Hof zuständig, sie versorgt die Sau und die Kuh und treibt das Federvieh. ;-) Sie hat immer ein Lächeln für uns und sagt immer wieder mit freundlicher Stimme unverständliche Dinge. ;-)

Heute haben wir einige Mitglieder eines Teams aus Österreich dabei, die beim Zaharias in Borlova wohnen, die einen etwas ruhigeren Tag einlegen wollten.

Wir wollen heute das Dorf Glimboca besuchen, wo wir letztes Jahr viele Kinder vorgefunden haben. Petra hat zwei Pakete mit Schulheften und eine Tüte Kulis besorgt und einige der Fotos ausgedruckt, die wir letztes Jahr dort gemacht hatten. Walter hatte tonnenweise Haribo-Pakete gekauft und so gewappnet wollten wir dort die Kinder besuchen.

Umfaller bei der TurmruineWir starten ganz locker zum Turnu Ruieni, den wir auch problemlos erreichen und wo wir natürlich auch wieder zur Ruine hoch fahren. Heinzl legt sich beim ersten Versuch, dort hochzufahren, erst mal ab und schafft es dann aber beim zweiten Versuch problemlos. Vielleicht sollte man kurz vor der Abfahrt das letzte Bier am Morgen doch nicht sooo schnell runterstürzen. ;-)





Im Wald von CiclenWeiter geht es und wir wollen über den Kontrollpunkt Batran nach Cicleni fahren. Die Fahrt durch den Wald gestaltet sich als sehr schwierig, der Boden war feucht und ich habe sehr wenig Grip und muß wirklich zaubern, um durch zu kommen. Oft falle ich um, meist im Stand, aber dennoch schwierig zum aufrichten und meine Team-Mitglieder haben alle Hände voll zu tun. Wieder machen uns mehrere umgestürzte Bäume und verschiedene andere Widrigkeiten zu schaffen. Aber gemeinsam meisterten wir die Herausforderung.

Navigieren zwischen Ciclen und DalciNach dem Waldweg über den Berggrat kamen wir in das Hügelland zwischen Dalci und Ciclen und wie erwartet war es wirklich sehr sehr schlammig. Eigentlich wollte ich so'n Mist ja nicht mehr fahren, aber jetzt wieder zurück kam auch nicht in Frage, also quälen wir uns durch. Nach dem Berggrat kommen wir an eine Stelle, wo wir letztes Jahr Pflaumen geerntet und gespeist haben, aber dieses Jahr ist schon alles abgeerntet, wir sind etwas spät dran.


schlammige WaldabfahrtAn der darauffolgenden Kreuzung münden drei Wege ab und alle sind furchtbar schlammig. Wir beschließen, erst mal eine Pause zu machen. Ich bin im Schlamm sehr langsam, meine Reifen haben kaum Seitenführung und ich habe kaum Kontrolle über die Maschine und kann kaum Tempo machen. Es fährt sich wie auf Schmierseife und die Tatsache, daß die KTMs mit ihren Crossreifen dort recht locker durchfahren, hilft mir auch nicht weiter, für mein 17” Hinterrad gibt es keine vernünftigen Crossreifen. Ich schiebe das mal auf die Reifen und überlege einmal mehr, das Hinterrad auf 18” umzuspeichen... Sicherlich ist das fehlende Gewicht der Teamgefähten auch ein großer Vorteil. Die EXC 450 von Karl beispielsweise ist einfach ein federleichtes Motorrad mit richtig Gas, eine tolle Sache für's Endurofahren. Aber die kosten in der Anschaffung mindestens drei Mille (gerade nochmal nachgeschaut) und das nur mal so eben für den Jux einmal im Jahr... Von den laufenden Kosten der Schrauberbuden mal ganz zu schweigen. ;-)

CicleniWir gelangen über verschieden schlammige Wege nach Cicleni, wo wir einer Gruppe Kinder, die dort in bitterer Armut leben, einige Stofftiere schenken.












Die Kinder freuen sich


Kinder


ein Kind mit PlüschtierDie Freude ist riesengroß und die Kinder zeigen sich gegenseitig ihre neuen Errungenschaften. Nachher erfahren wir, daß in Cicleni nur ca. 40-50 Leute wohnen und man mit einem Auto mangels vernünftiger Straße nicht hingelangen kann, nur mit einem geländegängigen Traktor. Einen Arzt gibt es dort nicht, auch keinen Lebensmittelladen. Unfaßbar, wie die Leute dort leben und man fragt sich, warum die das machen. Wir verabschieden uns von den Dorfbewohnern und fahren weiter Richtung Var.

Petra erkundigt sich nach dem WegHier erkundigen wir uns nach dem Weg nach Glimboca, den wir aber irgendwie nicht wirklich finden. Als wir in Dorfmitte nochmals nach dem Weg fragen, bemerkt uns eine Gruppe Kinder und kommen angelaufen.










Kinder von VarNatürlich bekommen auch die Kinder von Var ihren Teil der Mitbringsel.














Auf dem Weg zur Hauptstraße im FarnDa unsere Kräfte langsam nachlassen, brechen wir ab und fahren auf einem sehr schönen Grasweg durch niedrigen Farn in Richtung Hauptstraße, wo wir dann auch glücklich hingelangen und dann über die Hauptstraße nach Glimboca fahren.









Karl und HeinzlVorher verabschieden wir Karl und Heinzl (siehe rechts), die beiden Österreicher, da sie nichts für die Kids dabei haben und sich in Caransebes ein Bier gönnen wollen.











Kirche von GlimbocaFresken an der Kirche





















Bei den Kindern von GlimbocaIn Glimboca angekommen biegen wir rechts ab, nicht ohne die tollen Fresken und Mosaike der Dorfkirche zu bewundern. Hinter dem Bahnübergang ist das Armenviertel der Stadt und als wir anhalten, werden wir schnell von einer großen Kinderschar umringt.









Das Dorf versammelt sichWir verteilen die Haribo-Päckchen, die uns aus den Händen gerissen werden und Petra verteilt die Hefte und die Stifte. Die Kids sind überglücklich und bald ist das halbe Dorf bei uns. Es ist ein riesengroßer Betrieb, die größeren wollen auf den Motorrädern sitzen und ein älterer Junge fragt mich einige Dinge auf englisch und ich habe das seltene Gefühl, daß ich mit jemandem auf den Dörfern reden kann.




Walter und die KidsNach einer Viertelstunde brechen wir auf und verlassen die Kinder, die uns hinterher winken und auffordern, mit Wheelies und viel Gas abzufahren, was wir natürlich dann im Rahmen unserer Möglichkeiten auch machen. ;-)










Ein Österreicher wird handgreiflichÜber die Hauptstraße geht's weiter nach Caransebes, wo wir in einer kleinen Bar die Österreicher finden und uns dazu setzen, erst mal ein Bier trinken. ;-) Heinzl versucht (wie rechts zu sehen) sein Glück zum wiederholten Male bei Anke und wickelt sie in honigsüße Komplimente, aber wir fahren dann doch auf getrennten Moppeds nach Hause. ;-)






Karl tanzt uns was vorNachher wird dann getankt und wir fahren zurück nach Turnu Ruieni, wo wir hundemüde ankommen und erst mal das Abendessen einnehmen und dann die Fotos und Videos vom Tage schauen. Die Österreicher sind mitgekommen und es gibt ein großes Hallo mit viel Zuika und Bier. Links seht ihr Karl beim Balz-Tanz zu fortgeschrittener Stunde. ;-) Spät erst verlassen sie uns und ich gehe duschen, hundemüde schleppe ich mich in's Zimmer und klappe das Notebook auf, denn der Bericht will auch noch geschrieben werden.

Um Halb Zwölf schreibe ich diese Zeilen hier, Walter schnarcht schon auf der anderen Zimmerseite und ich bin völlig kaputt. Morgen wollen wir einen ruhigeren Tag einlegen, schauen wir mal. ;-)

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