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26.8.2005 Freitag, 1. Anreisetag
Heute hieß es “3:00 Uhr
aufstehen”, um 3:30 war Treffpunkt und Abfahrt bei Walter. Er steht schon gestiefelt und gespornt im Dunkeln auf dem Hof seiner Firma. Alles ist schon auf den Anhänger verladen und wir trollen uns in seine elegante
V-Klasse mit dickem Sechszylinder- Benziner Spritvernichtungs- Automatik- Antrieb und allem Zipp und Zapp an Bord wie Klima, Tempomat, helles Leder etc. Zum Glück sind wir zu dritt auf dem Auto (Frank
stieg später zu), so daß wir uns die horrenden Spritkosten teilen können. ;-) Nun ist jedenfalls erstmal Weiterpennen bis zum
vereinbarten Treffpunkt in Würzburg angesagt, wo wir auch pünktlich ankommen. Der Rest auch.
Die Damen haben ein Begrüßungspaket mit individuellem Stundenplan, Reiseankündigung,
Süßigkeiten und Buffet-Gutschein vorbereitet, wir sind völlig platt. Unglaublich. Weiter geht’s mit einem gepflegten Mc Donalds Frühstück, dann muß das Mopped von Frank verladen werden und
sein Wohnmobil geparkt werden. Anschließend Abfahrt mit drei Autos: Anke und Petra in Petras Scenic mit Anhänger, Silvio und Martin in Silvios Bus mit Martins kleinem Anhänger und Walter,
Frank und ich im Walterbus mit großem Anhänger mit verschiedenen PCs, 'nem Mopped für Fane, Holzschutzmittel und vielen Säcken mit Kleinkrams für unsere rumänischen Freunde. Gefahren wird ein Schnitt von 95km/h.
Ohne Stau erreichen wir bei gelegentlichem Regen Ried im
Inngau in Österreich, wo wir das von den Damen vorbereitete Buffet genießen. Es gibt Frikos und Blätterteigtaschen, lecker!
Wir verwenden den weniger benutzten Grenzübergang Klingenbach nach Ungarn und gelangen über Sopron nach Györ. Es dauert länger als sonst, da Straße größtenteils neu gemacht wird und nur 40 km/h gefahren werden darf.
Wir fahren durch bis Kecskemét,
wo wir im Motel Mizse direkt an der Autobahn mit sehr gut bewachtem Parkplatz übernachten, die Preise und Mahlzeiten sind in Ordnung, das Bier lecker und kühl. Kann man jederzeit empfehlen. Hier sind
Kontaktinformationen:
Mizse Motel 6050 Lajosmizse M5 autópálya 67. km Pf.: 72 Telefon: 00-36-76/356-800
Telefax: 00-36-76/356-806 e-mail : mizsemotel@axelero.hu
27.8.2005 Samstag, 2. Anreisetag
Heute starten wir nach einem ordentlichen Frühstück in dem Hotel in Ungarn und kommen
recht schnell an die Grenze in Cenad. Rekordzeit: Nach 20 Minuten sind wir abgefertigt. Unglaublich. Beim Zoll gibt's überhaupt keine Probleme, man will den Anhänger kurz öffnen,
aber nachdem der "Enduromania" gehört hat und gesehen hatte, daß wir den Anhänger willig öffnen wollten, meint er nur, wir sollten weiterfahren. Wir atmen auf, da es sicherlich schwierig geworden
wäre, ihm die Existenz der vielen PCs und anderen Hilfsgüter als Privatbesitz zu erklären. ;-)
Wir vergessen, die Rovinieta zu kaufen, die rumänische Vignette, die ab 2005 Pflicht ist für die
Straßenbenutzung in Rumänien. Keiner hat uns an der Grenze drauf hingewiesen. Andererseits wird berichtet, daß das Vorhandensein der Vignette bei der Ausreise scharf kontrolliert wird und beim
Fehlen entweder eine saftige Strafe oder ein Bestechungsgeld fällig ist. Wir versuchen an drei Tankstellen, die Vignette zu kaufen, und werden überall an die Grenze zurück verwiesen. Dabei ist die
Vignette für alle Rumänen Pflicht und wir können uns nicht vorstellen, daß die alle an die Landesgrenzen fahren, um die zu kaufen. Wir fahren einfach ohne weiter und finden endlich mitten in
Timisoara eine Tankstelle, die bereit ist, uns welche zu verkaufen. Sehr merkwürdig, das Ganze.
In Timisoara halten wir dann kurz an und laden bei einer befreundeten Rumänin noch einige Kartons
mit PCs und Säcke mit noch verwendbaren Klamotten aus, wofür sie sich herzlich bedankt.
Die Reise geht weiter und wir treffen nach vielen Schlaglöchern in Turnu Ruieni bei den Jigorias ein, wo wir erst mal Zuika trinken müssen. Aus einer Dreiliterflasche
wird mit einer Pumpe der Zuika in die Schnapsgläser befördert. Ein volles Glas sind zwei Hübe, ein halbes Glas ist "una Pompa". Das wird zum Schlagwort des Urlaubs und eigentlich sollten wir
die ganze Zeit Schnaps trinken, wenn’s nach Stefan, unserem liebenswürdigen Gastgeber geht…
Wir werden von Steffen, dem Freund von Mia, der Tochter des Gastgebers in die Gegebenheiten des Bauernhofs eingewiesen, wo wir die nächsten sieben Tage
wohnen werden. Die Dusche ist riesengroß mit einer Eckbadewanne und dunkelblauen Fliesen ausgestattet, sehr edel. Die Betten sind sehr gut und alles ist sauber und ordentlich. Wir werden uns hier sehr wohl fühlen
Nach einem hervorragenden
Essen, was von Mia zubereitet wurde, fahren wir noch eben zu Zaharias nach Borlova, wo eine Truppe Österreicher zu Gast war, die Aktionäre einer Brauerei sind und die sich ihr eigenes Bier
samt Zapfanlage mitgebracht haben. Anke, Walter, Frank und ich setzen uns dazu und es vergeht der Tag mit grölendem Gelächter und vielen lustigen Sprüchen auf Kosten der Piefkes aus Deutschland.
Wir trinken ungezählte Freistädter Bier und fahren anschließend schwer betrunken nach Hause, wo wir dann noch weitersaufen und wirklich völlig fertig in die Betten sinken. Da ich noch Zähne putze,
habe ich einen zeitlichen Nachteil und Walter schnarcht bereits, als ich wieder in's Zimmer komme. Hundemüde fallen wir gegen 2 in die Betten. |