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Mittwoch, der 11.8. kommt und es geht direkt wieder auf
die Piste. ;-) Heute wollen wir bei Wittmanns vorbeischauen und vorher noch die Plopu- und Raul Alb Täler besuchen. Es geht erstmal über die E70 bis Armenis, wo wir dann nach Osten abbiegen, um den
Invaliden in Submargine zu besuchen, der auch wie immer auf seiner Bank sitzt und sich offensichtlich über unseren Besuch freut (siehe unten).
Wie jedes Jahr gibt es wieder kaum eine Möglichkeit, sich mit ihm zu unterhalten. Unentwegt
sitzt er vor seinem Hof und hofft, daß jemand vorbeikommt und seinen Alltag bereichert.
Rechts sieht man den Blick von der Hausecke beim Invaliden hinauf zu den drei Bäumen, die den Kontrollpunkt Submargine Top markieren. Ein
schönes Stilleben mit der kaputten Lampe. ;-)
Von dort fahren wir nach einer kurzen Pause auf den Kontrollpunkt Submargine Top, wobei es auch dieses Jahr wieder das eine oder andere
Problemchen auf der Steigung ggibt, die ein wenig geröllig ist und wo es immer blöde ist, wenn man zu dicht hinter jemandem fährt, der dann hängenbleibt und wo man dann selbst nicht mehr flott kommt,
wie hier Walter hinter Olaf.
Submargine Top ist immer
wieder einer der schönsten Punkte, da man von hier eine tolle Aussicht hat und immer eine frische Brise weht, die auch an warmen Tagen zuverlässig und angenehm erfrischt. Wir machen eine ausgiebige Rast
und futtern mitgebrachtes Studentenfutter und Süßigkeiten. ;-)
Faul liegen wir in der Sonne und genießen die Aussicht und die frische Brise. Sollte man auf dem Foto links schon ein wenig Bauchansatz sehen? Ich hoffe nicht. ;-)
Im Hintergrund wird hier die Zeit genutzt, um das
Schuhmaterial ein wenig in Ordnung zu bringen. Da ist irgendwas wohl kaputt gewesen, ich habe das während der Tour überhaupt nicht mitbekommen...
Schweren Herzens brechen wir wieder auf und sateln die
Pferde, um auf dem Grat neben dem Plopu Tal mit herrlichem Blick dort hinein weiter Richtung Dorca Wiese zu gelangen, wo wir im mannshohen Farn den Punkt holen.
Der Farn wird jedes Jahr ein wenig höher auf der Wiese, wo
der Kontrollpunkt so versteckt ist, daß man nur über einen kleinen einspurigen Weg hinkommen kann.
So sieht die eigentliche Wiese aus (links). Sie ist der Enduromania Foundation geschenkt worden,
als Unterstützung für das Tourismusförderungsprojekt. Eigentlich ein schöner Platz, wo man sicherlich was draus machen könnte, wenn er nicht so komplett unerreichbar wäre. ;-)
Anschließend ging’s herunter in's Plopu Tal, über
die Brücke und dann auf den Weg zum Kontrollpunkt Raul Alb fahren. Hier hat Olaf ein wenig Schwierigkeiten beim Zielen während des Wasserlassens (siehe rechts, he he) und nachher
beim Ankicken seiner XT, die will nämlich so ca. eine Viertelstunde überhaupt nicht anspringen. Er hatte bei der Hitze immer so einen schlimmen roten Kopf, daß wir witzelten, er habe den Helm
nur deswegen an, damit er nicht platzt. ;-))) Während er mit hochroter Birne (wir nannten ihn nachher nur noch "Häuptling hochroter Kopf") das arme Mopped malträtiert, stehen Peter und ich im
Schatten eines Baums und warten auf den Zeitpunkt, an dem wir das vertraute Gerassel des XT-Motors vernehmen, um dann nur kurz lässig den Daumen über dem Starterknopf zu krümmen
und in einer netten Staubwolke in den Wald hinauf zu braten.
Beim Warten stellen sich alle immer in irgendeinen Schatten, damit man die Hitze irgendwie übersteht, die Temperaturen werden echt heftig unter’m Helm,
wenn man keinen Fahrtwind hat und einem die Sonne auf die Birne knallt. ;-)
Diesmal finden wir den richtigen Weg über den Kamm an der Lichtung mit den wilden Hunden vorbei (letztes Jahr haben wir uns da ein wenig verfranst und
mußten nach einer abenteuerlichen Durchquerung eines hohen Farnfeldes dann eine schwierige Flußdurchfahrt nehmen).
In der Furt wurde erstmal mit Walters KTM die dänische Moppedwäsche an meiner Twin
ausprobiert. Links wird alles schön in Position gebracht...
...und unten geht’s los.
Wir hatten eine Menge Spaß, das sieht man glaube ich auch auf den Fotos. ;-) Natürlich hatten wir auch für den Rest des Tages
Wasser in den Stiefeln, eh klar. ;-)
Hier das Ganze mal aus Armin’s
Sicht. ;-)
Genug gewaschen, raus aus’m
Fluß, wir wollen ja noch weiter. Nicht allerdings ohne noch einige Male durchzufahren. ;-)
Anschließend wollen wir über den Berg nach Wittmanns, aber der Weg, der früher mit einem
Waypoint "2WITTMA" extra bezeichnet war, ist dieses Jahr mit einem gelben Trassierband abgesperrt. Es hatte eine Beschriftung "ISAF ATENTIE CABLURI", die wir nicht verstehen, aber wir entscheiden
uns, da nicht lang zu fahren. Also weiter unten im Tal.
Hier kommen wir an eine Baustelle, wo ein großes Druckrohr für ein Wasserkraftwerk gebaut wird. Die einzelnen Rohrstücke liegen auf dem Boden und man kann mit den Moppeds durchfahren und
wir machen uns einen Jux draus, da drin ein wenig rumzubollern. ;-) Es macht einen Heidenkrach und wir sind froh, daß keine menschlichen Siedlungen in der Nähe sind. ;-)))
Über die Straße geht's dann an der Fenes Siedlung vorbei zur E70, wo wir dann bis nach Rusca
und über die linke, schönere Route zum Staudamm im Wittmann-Tal weiterfahren. Die Baustelle geht zügig voran und wir schauen uns den Fortschritt der Arbeiten an.
Die Bauarbeiter sitzen in einer dürftigen Unterkunft und machen
ihre Pause. Wir versuchen eine Verständigung, aber wie so oft scheitert es daran, daß keine gemeinsame Sprache gefunden wird...
Weiter geht's auf dem schönen Höhenweg den Berg entlang, bis wir an der engen Rechtskurve landen, wo der
Höhenweg an die Straße müdet, die dann zu Wittmann führt. Irgendwie muß Armin noch mal kurz ausprobieren, wie es sich anhört, wenn eine Transalp beim Zirkeln in der Ecke in den harten Dreck fällt. ;-)
Aber dann kommen wir auch schon an Wittmanns Hütte an
und werden von Johann und Evelyn empfangen, die wie jedes Jahr hier im Urlaub sind. Wir erkundigen uns nach einem Snack und erhalten eine feine Suppe, einen großen Salat und leckeren Kuchen, den Orca
gerade gebacken hat. Es hat ein schönes Gefühl, wieder hier hin zu kommen. Wir sind jedes Jahr hier und wollten das auch dieses Jahr so halten, auch wenn hier und in der Umgebung keine Kontrollpunkte sind, warum
auch immer.
Nach einer ausgiebigen Rast
verabschieden wir uns ausführlich und machen uns auf den Heimweg. Die Furt ist keine mehr, mittlerweile ist da eine behelfsmäßige Brücke. ;-) Über die Betonpiste nach Rusca geht's wieder zurück nach Armenis, wo
wir an dem bekannten Kloster an der E70 anhalten, um Schaffelle zu kaufen. Anke, Peter und Rainer sind noch nicht ausgelastet und wollen mal kurz nach Armenis Top.
Wir vereinbaren, auf sie zu warten und sie fahren los. Während wir warten, ergattere ich nach längeren
Verhandlungen, in denen ich immer wieder ein Schwätzchen mit dem Ladeninhaber führe und in dann ein wenig schmoren lasse, fünf Lammfelle für einen sehr günstigen Kurs und schnalle sie mir auf das
Motorrad. Nach 20 Minuten machen wir uns dann doch langsam Sorgen. Der Punkt ist Luftlinie 1,7km weg, aber wie so oft kann so eine Luftlinie ganz schön lang sein. ;-) Walter
und ich beschließen, mal nach dem Rechten zu schauen.
Wir finden nach kurzer Suche auch den richtigen Weg, der nach kurzer Zeit sehr steil und feucht wird,
aber es ist immer noch griffiger Waldboden und wir kommen recht gut hoch, müssen aber durchaus engagiert fahren. Auf halbem Weg treffen wir Peter an, der sich auf einem sehr steilen Stück so
unglücklich festgefahren hat, daß er fast den Abhang links hinunter gerutscht wäre. Gemeinsam bergen wir seine Karre, die er selbst schon halb gedreht hatte, nachdem er sie auf die Seite geschmissen
hatte, um den Absturz in den Abgrund zu verhindern. ;-)
Etwas weiter vorher bin ich nach
Rufen von oben stehen geblieben und habe dann umgedreht. Es war wirklich sehr steil und nur sehr energisch und mit viel Mut zu befahren. Auf keinen Fall unterwegs stehenbleiben, sonst kommt man nie mehr weiter. ;-)
Der Eindruck hier ist wirklich so steil gewesen. Am oberen Rand sieht man Peter stehen.
Etwas später kommen auch Anke und Rainer wieder runter, sie sind nicht bis zum Kontrollpunkt gekommen, es war nachher so ausgewaschen
und schwierig, daß sie es gelassen haben. Die Fotos sind dann auch ziemlich beeindruckend. Wie auch immer, wir treten alle gemeinsam den Rückweg an und treffen etwas später wohlbehalten am Kloster ein,
wo wir die Gruppe wieder versammeln und gemeinsam nach Borlova fahren.
Dabei mache ich noch einige Fotos, die ich blind freihändig mit der Kamera während der Fahrt nach hinten über meinen Helm schieße. Einige davon sind recht
gut geworden, wie man sieht. ;-)

Nach dem üblichen Tanken an der Flußbrücke in Caransebes fahren wir durch die Wohngebiete Richtung Osten, die Sonne im Rücken. Ich schaue in
den Rückspiegel und das sieht so Klasse aus, wie die Moppeds in einer Staubwolke aus der Sonne heraus fahren, daß ich beschließe, das Team noch mal umdrehen zu lassen, um die Szene ausführlich zu
fotografieren. Es sollen mit die besten Fotos des Urlaubs werden. ;-)

Hier ist die Straße zu sehen, die nach Borlova geht, die Aufnahme ist im Abendlicht nach hinten gemacht.
Wie jeden Abend haben wir uns dann nach der obligatorischen Dusche bei Jika und Viktoria versammelt, um
gemeinsam zu essen und den Tag revue passieren zu lassen (Fotos, GPS-Tracks, viel Bier und Zuika etc. etc.). ;-)
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