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Am Mittwoch, 4.8. gibt es wieder Frühstück um halb neun.
Da wir in der ruhigen Vorwoche zur Enduromnaia da sind, sind die Mahlzeiten sehr relaxt und angenehm, jeder kriegt sein Omelette nach Wunsch und es ist eine sehr entspannte Atmosphäre ohne Hektik, die wir sehr
genießen. Das Team paßt phantastisch zusammen und im Nachhinein muß ich sagen, daß die Zusammenstellung dieser ersten Woche 2004 die beste in den sieben Jahren Enduromania Teilnahme war.
Wir telefonieren mit Sergio und arrangieren mit Zaharia, daß wir
um 11 Uhr die Hilfsgüter im Krankenhaus in Carancebes abgeben können. Die Ärztin Dr. Aida Baldea hat im Moment Urlaub, kommt aber extra ins Krankenhaus, um die Hilfsgüter entgegen zu nehmen. Sie bringt
noch eine befreundete Notfallärztin aus dem 400 km entfernten Targu Mures mit, die gerade bei ihr zuhause zu Besuch war.
Sie übernehmen die Sachen und laden uns noch auf einen Kaffee ein. Sie erzählen von Ihrer Situation und den Umständen
unter denen sie leben. Eine Notfallärztin verdient 150 Euro im Monat - für uns unglaublich. Wir vergleichen mit dem von uns gebuchten Tourguide, der 60 Euro pro Tag nimmt (!). Unfaßbar.
Nach einem netten Gespräch und einer
ausgesprochenen Einladung uns zu besuchen, gehen wir noch kurz ins Internet-Café und weitere Team-Mitglieder kaufen sich Handy-Karten.
Anke besichtigt noch das Rathaus, welches
ziemlich neu in gelb gestrichen wurde und sehr schön aussieht.
Als wir mit allem fertig sind, fahren wir wieder zurück nach Borlova, weil Walter ganz heiß darauf ist, uns seine am Vorabend ausgearbeitete Tour zu
führen. Zunächst geht es nach Turnu Ruieni. wir entscheiden uns für den kleinen Weg von Borlova in der Kurve der Hauptstraße nach der Brücke, der parallel zur Hauptstraße nach Turnu verläuft.
Der kann alledings schonmal ein wenig schlammig sein, vor allem, wenn es vorher tagelang geregnet hat und man noch etwas ungeübt ist. ;-)
Dabei können auch lustige Sachen wie hier passieren, Petra wollte Anke zur Hilfe eilen und
dann legen sich beide solidarisch nebeneinander unter das Mopped in den Dreck. Wir haben selten so herzhaft gelacht, he he he. ;-) Das Foto ist das Highlight der diesjährigen Teilnahme, vielen Dank an den
Fotografen Walter für diese Freude. ;-)
Ich nehme mir ein Herz und fahre
diesmal die steilen Hügel mit den Senken dazwischen zur Ruine hoch, und ich bin ziemlich stolz, daß ich das mit der dicken Twin geschafft hab' ;-).
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Wir fahren nach dem Track von Walter weiter. An einer
Wasserwerksstation versuchen wir mehrere Wege zu nehmen, doch Rainer bzw. Walter entscheiden, daß die Strecken für die Damen eigentlich zu schwer sind. Ich versuche noch eine dritte Route quer durch ein
Waldstück, die etwas einfacher ist und wo die Kisten im Laub Grip haben. Hier kommen Anke und Rainer an der Stelle durch den Wald, wo lt. GPS der Weg auf den Kamm gehen sollte. Das war schon recht steil.
Wenn die mit der dicken Twin zu schaffen ist, dann ist sie auch mit
den leichten Kisten zu machen, also kommen die Damen dann hinterher. ;-) Sie ist nicht ganz ohne und an der Stelle wo Anke eigentlich gar nicht herfahren sollte, legt sie sich das erste Mal
auf die Nase (nein, nicht hier rechts, das ist Walter. ;-). Wir versuchen hartnäckig auf den Kamm zu kommen, den Rainer ausgekundschaftet hat. Irgendwann nachdem wir durch meterhohes Farn gefahren sind,
kommen wir oben an.
Aber das ist noch nicht das Ende.
Es geht immer höher hinaus. An einem steilen Stück scheitert Walter (hier liegt er lachend unter seiner KTM, die mit ihm rückwärts den Hang runtergepurzelt ist, weil er die Kupplung nicht hat schnalzen
lassen, um den Rückwärtsdrang zu bremsen).
Und es ist eine besondere
Schmach für ihn, daß Rainer mit seiner Kiste dann doch an der Stelle hochkommt, aber nur mit Hängen und Würgen (und Motorabwürgen). ;-)
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Petra sieht ein wenig geschafft aus. ;-)
Irgendwann finden wir einen
wunderbaren Weg durch die Wälder. Dieser führt unter anderem am GPS Punkt 1 vorbei, den wir auch finden, da er direkt am Weg liegt. Ich erinnere mich an eine Discovery Tour, die ich mal mit Sergio im Jahr 2000 gemacht habe, da sind wir auch
hier lang gefahren. Offensichtlich stand sie Pate für diese Runde.
Zwischendurch gibt es ab und zu kleinere Hindernisse, die wir aber meisterlich hinter uns bringen, he he. ;-) Oder eben nicht so meisterlich, wie hier rechts im Bild. Tja,
Bodenfreiheit ist halt durch nichts zu ersetzen, es sei denn durch noch mehr Bodenfreiheit. ;-)
In Cicleni kommen wir oberhalb vom Dorf aus und finden
unterwegs noch einige Pflaumenbäume. Ist klar, das wir hier mal naschen müssen (mjam). ;-) Zum Glück müssen wir nicht wieder diese verschlammte Strecke von gestern fahren, sie ist nördlich von uns und wir können
ziemlich easy bis nach Dalci fahren, von wo es aus gepflastert bis zur Hauptstraße nach Borlova weitergeht.
Gegen 17.00 Uhr, nach einem für uns wirklich harten Tag - mit einigen Stürzen bzw. Umfallern - kommen wir wieder in Borlova an. Wir regenerieren uns erst mal, machen ein
bißchen die Moppeds sauber, machen einige Wartungsarbeiten mit WD 40. ;-) Außerdem wollen der Reisebericht geschrieben werden und die Fotos müssen aus den Kameras ausgelesen werden und die Tracks müssen
aus den GPS-Geräten gespeichert werden.
Walter sieht auf dem Bild oben ein wenig fertig aus, he he. ;-) So vergeht der Abend, bis das Essen
aufgetischt wird. Als Vorspeise gibt es Cevapcici. Dann kommt eine Spinatsuppe, im Anschluß köstliches Gegrilltes (Steaks und Hühnchenbollen) mit selbstgemachten Pommes und einer
supergeilen, selbstgemachten Tomatensauce. Als Nachtisch gibt es Aprikosenkuchen. Alles ist super köstlich und nach den üblichen Abendprahlereien vom Tag vergeht bei Ursus Bier der Tag und wir
fallen irgendwann hundemüde in die Betten. |