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Am Montag, den 9.8. ist der erste Wettkampftag. ;-) Erstmal
wird ruhig und ausgiebig gefrühstückt, klar. Trotzdem kommen wir recht früh los und fahren mit alle Mann erstmal über den Berg nach Zlagna. Der Hohlweg zum Fußballfeld ist wie gewohnt schlammig und alle
schaffen es, an der Kamera vorbei unbeschadet durch eine nette Pfütze zu kommen, nur Peter nicht, der stürzt vor meiner schußbereiten Kamera in den Modder und tauchte richtig in die Pfütze ab. ;-)))
Seine erste Frage: "Kamera und Handy im Camelbak ok?".
Als sich das als ok rausstellt, ist
seine Laune direkt wieder obenauf. ;-)
Auf dem Fußballplatz stellen wir uns mal eben für ein Teamfoto in das Tor auf und dann fahren wir runter ins Dorf zum Kontrollpunkt.
Besonders berührt mich dort eine alte Frau, die
sieht, daß wir fotografieren und uns dann bittet, sie neben einem geschmückten Kruzifix abzulichten, was wir natürlich auch gern machen. Sie scheint zufrieden damit zu sein, daß wir das verewigt
haben und lächelt glücklich.
Die Armut der Dorfbewohner ist immer wieder frappierend. Ich frage mich immer wieder, wie der EU-Beitritt, der ja nun für 2007 geplant zu sein scheint, funktionieren soll bei einem derart
großen sozialen Gefälle zwischen den neuen und alten Mitgliedstaaten...
Wir fahren dann weiter über Petrosnita und Bucosnita nach Ilova, wo wir Fane und seiner Truppe begegnen. Nach einem kurzen Schwatz, wo ich einige Fotos mache, geht es dann weiter
Richtung Ilova Top.
Ich habe die Strecke als felsig
und anspruchsvoll in Erinnerung, aber ich verrate den anderen nix, es soll eine kleine Prüfung werden. ;-) Wir fanden einige schwierige Stellen, die wir aber alle teilweise mit Stürzen und ein
wenig Hilfestellung meistern.
Stellenweise mußte etwas
gebastelt werden, aber nichts, was uns irgendwie erschüttern würde. ;-)
Die Belohnung ist eine tolle Aussicht über das Tal und eine nette Rast auf einer welligen Wiese.
Am Kontrollpunkt angekommen wählen wir diesmal nicht die
waldig-steinige Auffahrt auf den Hauptgrat (wie letztes Jahr) sondern einen kleinen Weg, der nach Norden abzweigt.
Es ist ziemlich steil, aber vorsichtig kommen alle heil runter.
Anschließend geht es schön durch den Wald nach Varciorova.
Hier holen wir den Kontrollpunkt
und dann wird kurz beratschlagt, ob wir über den Berg nach Valisoara fahren sollen. Der Weg ist eigentlich schön zu fahren, aber es gibt eine schlammige Passage, die ich aus den vergangenen Jahren kannte. Wir
beschließen, es zu versuchen. ;-)
Bei der Abfahrt zickt Tom’s Husaberg mal wieder ein wenig rum
und wir lernen, daß der Name KTM (Kick Twenty Minutes) nicht nur den Hard-Enduros der österreichischen Schmiede bei Mattighofen gebührt... ;-)
Als wir dort ankommen, sehen wir vor uns eine 200m lange schlammige Pfütze, wo man nicht
auf den Boden sehen kann. Normalerweise fährt man da ja ungern rein... Ich bin vorneweg und probiere es einfach, langsam dort durchzupflügen, was prima klappt.
So nach und nach folgen mir einige Mitstreiter und schaffen es
ohne Probleme, da durch zu kommen.
Wir machten uns trotzdem bereit für Fotos, man weiß ja nie. ;-)
Es lohnte sich dann auch prompt, denn Olaf war das zu feucht und gefährlich und er fährt links an
dem großen Loch vorbei über die Wiese. Es hätte auch eigentlich alles sehr gut enden können, wenn da nicht dieses eine Schlammloch gewesen wäre. ;-) Mit Schwung, aber nicht mit genug geht's rein und er steckt bis
über den Kettenschutz im weichen Schlamm und der Motor war aus. ;-)
Erstmal ordentlich umspülen, so eine Kuhlfadenmocke im Mund ist kein idealer Begleiter auf Hard-Enduro Touren. ;-)
Das Schlimme ist, daß durch den dort regelmäßig vorkommenden
Viehtrieb das Loch ordentlich mit Kuhsch**** vermischt ist und stinkt wie ein Misthaufen. ;-) Olaf hatte natürlich durch die Aktion die Lacher auf seiner Seite. ;-)
Reiner zeigte uns, daß es mit genügend Schwung auch durch
so ein Drecksloch durchgeht. ;-) Aber von den anderen wollte irgendwie niemand seinem Beispiel folgen. ;-)
Nun muß natürlich erstmal das dreckige Fahrzeug “gereinigt” werden. Dazu düste Reiner dann eben nochmal durch die gerade
bereitstehende Enduro- Waschanlage. ;-)
Irgendwann mußten wir dann
aber doch das "Scheißmopped" aus dem Loch rausziehen, was nur mit einem Seil geht, weil sich niemand näher als 5m an das stinkende Gefährt heranwagt ;-). Der heiße Motor und der mit
Kuhfladen versetzte Schlamm ergaben eine sehr faszinierende Geruchsmischung. ;-) Olaf hatte als Verursacher die besondere Ehre, das Seil persönlich am Mopped zu befestigen und unter großem Gejohle und vielen
lustigen Einwürfen ziehen wir die Kiste aus der Mocke.
Olaf erträgt alles mit stoischer
Ruhe. ;-)
Anschließend darf er die verschlammte Kiste wieder antreten und wir schicken ihn erstmal durch die lange Wasserpfütze, damit die Karre nicht so schlimm stinkt. ;-) An
dem Tag durfte er fortan nur als letzter hinterher fahren. ;-)
Weiter geht’s und wir fahren den WEg entlang, als auf einmal Gegenverkehr auftaucht. Wir schaffen es alle auf den Wegesrand nach rechts oben, nur Petra nicht, trotz vollem Einsatzes
der brachialen Power ihrer Enduro bleibt sie ohne Schwung da unten stecken. ;-) Mit ein wenig Anschieben kam sie dann doch noch dort weg, bevor der Traktor sie am Ende vielleicht noch zermalmt hätte. ;-)
Weiter geht die Fahrt über einen sehr merkwürdigen
Wiesen-Untergrund. Es sieht griffig aus, aber die obersten zwei cm Wiese sind weich und glitschig wie Schmierseife, so daß es wirklich schwierig ist, darauf zu fahren und nicht einfach mit Vorder- oder
Hinterrad irgendwohin wegzuschmieren. Habe ich noch nicht erlebt, so was.
So gibt es denn auch einige Stürze und vor allem Olaf hat ein Formtief, so daß wir nach kurzer Zeit beschließen, uns ein wenig in den Schatten zu legen und Pause zu machen. Einige
schlafen auch ein wenig, andere futtern ein bißchen Mais vom nahen Feld und wir genießen die Aussicht und das warme Wetter. Irgendwann mitten in der Idylle hupt die DR von Petra auf einmal zweimal und
fällt um, weil der Seitenständer in die weiche Wiese eingesunken war.
Unglaublich, als wenn sie uns
warnen wollte. Es stellt sich raus, daß Petras Helm, der am linken Lenkerende baumelte, gehupt hatte, aber wollte der uns warnen? Sehr seltsam das Ganze. Wir amüsieren uns jedenfalls köstlich.
Damit wir nicht vom Fleisch fallen, naschen wir von dem leckeren Mais, der in der Gegend auf den Feldern wächst. Sehr schmackhaft. ;-)
Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten, geht es wieder auf die Moppeds und da es
schon etwas spät ist, beenden wir unsere Abenteuer für heute und fahren über die E70 nach Caransebes zum Tanken. Die Tankstelle hat mittlerweile einen asphaltierten Boden, in den letzten Jahren sind wir hier noch
mit den Ständern in Kies eingesunken. Wenn da ein wenig Sprit daneben ging, dann mußte man nicht erst groß was streuen, das war ja eh schon alles da. ;-)
Zum Abschluß des Tages geht es dann auf nach Borlova zu Dusche und Abendessen, welches wieder
bei Jika und Victoria stattfindet. Wir hatten uns mit Zaharie letztendlich dahingehend geeinigt, daß wir das mit der gesamten Gruppe immer bei den beiden machen, damit wir zusammen den Abend verbringen können,
obwohl wir in verschiedenen Unterkünften untergebracht waren. Abends gibt's dann wie immer ordentlich Zuika, es mußte doch irgendeinen Vorteil haben, wenn man beim Dorfbrenner untergebracht ist. ;-)
Nach dem Essen versammeln wir uns unter dem im Hof stehenden
Pavillon und analysieren Fotos und GPS-Tracks, wie jeden Abend. ;-) Als es dann dunkel geworden war, sind wir dann mit "Linie 19" nach Hause gefahren. "Linie 19" ist der erste Linienbus,
der Jika und Zaharie in Borlova miteinander verbindet, die Linie fährt einmal Abends hin und dann wieder zurück, Abfahrtszeiten nach Bedarf, es werden Mercedes-Vito Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen
eingesetzt, der Fahrer war unser Team-Mitglied Walter. ;-) So klein ist die Welt. ;-)
Zuhause angekommen werden noch schnell alle leeren Akkus von den Kameras in die Ladegeräte
gestopft und dann fallen wir hundemüde in die Betten.
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