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Donnerstag 7.8.
Da wir ja gestern irgendwie nicht dazu gekommen waren,
die E70 wirklich mal rauf und runter zu fahren, wollten wir das heute mal nachholen. Problematisch war, daß die KTM mittlerweile rummuckte, das Hinterradlager hatte Spiel.
Nach einem Ausbau stellt sich raus, daß nicht das Lager Spiel hatte, sondern die Passung, wo das Lager in die Nabe gepresst ist. Unglaublich, das bedeutet eine neue Nabe! Wir
bauen alles wieder sorgfältig zusammen und beschließen, das Problem im Auge zu behalten und ggf. zu reagieren. Gerrit beschließt, auf harten Untergründen nicht mehr so viel Gas zu geben.

Von Brebu aus ging’s dann erstmal nach Lindengeld, wo wir uns dann nicht lange
aufhielten, sondern über meine Standardstrecke nach Poiana und dann auf die E70 fuhren.
Sadova Noua war schnell abgeholt und wir brausten auf der Schotterstrecke wieder zurück auf die E70. Hierbei wurden dann noch einige nette Fotos geschossen. ;-)
Links seht ihr das beste Motorrad der Welt.
Auf geht’s nach Submargine. Auf dem Weg
dothin hielten wir noch an einem netten Pflaumenbaum an und machten dann wieder einige Fahrfotos. ;-)
Den Kontrollpunkt hatten wir schnell gefunden, und nach einem Foto mit dem Kriegsinvaliden ging's nach Submargine Top. Den Weg fanden
wir schnell, aber der Geröllanstieg hat mich dieses Jahr ziemlich fertig gemacht, nach dem ersten Sturz kam ich nicht mehr in Fahrt und stürzte noch einige Male, bis ich dank Gerrits
tatkräftiger Hilfe endlich oben angekommen war. Mann, Mann, Mann! Keine Glanzvorstellung!
Wir rasten etwas unter den drei Bäumen, erholen uns, genießen die Aussicht und die kräftige Brise, die dort weht.
Dann ging's weiter auf dem Kammweg (immer rechts halten), bis wir an der Dorca Wiese
vorbei waren. Komisch, keinen Weg gesehen, der hinführen sollte. Nach einigem Suchen finden wir den Single Trail dann doch und so auch den Kontrollpunkt.
Der Weg nach Plopu Camping ging sehr einfach zu fahren und zu finden. Dann suchten
wir die Brücke und den Einstieg zum Bergweg, der dann nach RaulAlp führen sollte.

Nach dem Kontrollpunkt verloren wir irgendwo auf einer Lichtung die Motorradspuren und dann auch ein wenig die
Orientierung. ;-) Nur mit Mühe finden wir einen Weg abwärts, der durch dichtes Farn führt und endlich auf einer Obswiese endet, wo ein alter Mann uns den Weg zu einer Furt zeigt.
Wir folgen einigen schwachen Motorradspuren und erfahren abends, dass das 10-03 Team dort auch langgefahren ist und sich quasi auf die gleiche Art verirrt hat. ;-)
In der unten folgenden Furt lege ich mich natürlich ab (ich hoffe, Walters Bilder sind was
geworden) und muß mit mehreren Personen aus dem Bach geborgen werden.
Zu meinem Trost legt sich Gerrit auch ab, die gute Nachricht ist: Ich habe alles genau fotografiert ;-) Links ist er noch frohen Mutes...
...hier schon nicht mehr...
...und hier geht es schon wieder weiter. ;-)
Unsere "Abkürzung" ist zwei Kilometer
westlich vom Kontrollpunkt Raul Alp, die wir aber schnell zurücklegen und dann den Kontrollpunkt finden, wo ich einfach nur so beim Moppedabstellen die Twin flachlege.
Peinlich, Peinlich. Hier sehen wir auch die Furt, die eigentlich geplanter Zielpunkt der Abkürzung von Plopu war, sie ist flach und mit feinem Kies gefüllt, was sehr angenehm zu
fahren ist. Gerrit und Walter machen noch ein paar Action-Durchfahrten durch die Furt und ich halte drauf. ;-)
Nun ging's über die Piste zur E70 und dann zu Wittmanns. Da wir mittlerweile etwas konditionell am Ende waren,
traute ich mich nicht auf die Abkürzung nach Wittmanns aus dem Plopu Tal, im Nachhein habe ich erfahren, daß die Strecke nicht allzuheftig sein soll... Naja.
Die Staudammbaustelle ist wieder in vollem Betrieb und man gießt die Mauer. Wir schauen ein wenig zu, wie die Rumänen dort arbeiten.
bei den Wittmanns gibt's erstmal ein großes Hallo und dann
einen leckeren Salat und einen Apfelstrudel von Onca, der natürlich wieder mal perfekt geraten ist. Walter scheint's nicht so gut zu gehen, er klagt über Übelkeit und ihm ist
kalt... Er wird doch nicht krank werden? Er macht eine halbe Stunde ein Nickerchen, während wir ein wenig rasten und ich die Schuhe ausziehe und die Socken und versuche, die Klamotten etwas trockener zu kriegen.
Gerrit und ich wollten eigentlich noch den
GPS-Punkt hinter Wittmann holen, aber neuerdings ist hier schwerster Forstbetrieb und die Route so tief gespurt, daß wir an einer geeigneten Stelle umdrehen und aufgeben. Wir fahren zurück zur E70 und ich kaufe noch
einige Schaffelle für meine Freunde vom Motorradstammtisch an dem Touristen-Nepp Laden an dem Kloster zwischen Armenis und Slatina Timis.
Nach dem Kauf fahren wir wieder nach Teregova wo wir dann nach dem
obligatorischen Tankstopp in den Weg in den Wald nach Bradul einsteigen und ihn auch recht ordentlich fahrbar vorfinden. Die Pfützen sind flach, der Schlamm mit festem Untergrund und mit der
Zeit werden wir immer schneller und schneller. ;-) Kurz nach Neun erreichen wir dann Brebu und sind wieder zu Hause.
Heute abend gibt es Kartoffelpürree und gefüllte Paprika, sehr lecker. Abends quatschen wir noch länger am Lagerfeuer, vor allem mit Gabi, der erzählt, daß es dem ASB Banat sehr schlecht geht und
die Firma evtl. demnächst geschlossen werden soll... Er ist nicht besonders glücklich darüber, besonders, weil seine Freundin Michaila auch seine Kollegin dort ist und auch betroffen wäre.
Abends fühle ich mich noch fit und tippe den begonnenen Bericht von gestern fertig, aber als ich an den heutigen Bericht komme, werde ich auch wieder müde... Ich schaffe ihn noch mit letzter Kraft und
bin jetzt auch froh, endlich pennen zu können, die Geländefahrerei den ganzen Tag schlaucht doch recht ordentlich. Morgen wollen wir nochmal richtig hinlangen und einige Punkte anfahren, wir haben
derzeit etwas über 60000, das ist schon nicht schlecht. Gewinnen tut man bei trockenen Enduromanias (wie dieser) so ca. ab 90000 Punkten, die wir aber wohl nicht erreichen werden. Who cares? ;-)
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