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Sonntag 3.8.
Heute sollte es das erste Mal für eine
Einführungs- und Kennenlernrunde losgehen. Morgens ging es jedoch das erste Mal mit den Kisten durch Brebu zur Schule zum Frühstück. Ein leckeres und reichhaltiges Buffet erwartete
uns, was wir in der folgenden Woche jeden morgen heimsuchten und wo wir uns stärkten für die kommenden Belastungen. ;-) Im Hof fanden wir das CheckpointMobil, der einzige mobile Checkpoint der Enduromania. ;-)
Fanes kleiner alter Citroen war mittlerweile zum Motorradtransporter umfunktioniert
worden und er hatte allen Ernstes seine DR statt eines Beifahrersitzes dort reingezwängt. “Räder und Gabel raus und dann paßt das schon”, war sein Kommentar. unglaublich. ;-)
nach einem kurzen Rundgang durch das Lager (einige schicke Wohnmobile und ein Unimog waren da, über den Unimog kommt später noch mehr.)
Vor dem eigentlichen Start in’s Gelände mußte jedoch noch Einiges geschraubt
werden. Dieter hatte mir einen Mefo StoneKing Cross für hinten mitgebracht, ein Bagger-Reifen mit tierisch geilem Profil zum Schaufeln, welcher sich noch richtig bewähren sollte. Walter baute sich auch noch seinen
neuen Hinterreifen drauf und so waren wir morgens im Hof mächtig am Schrauben.

Nachdem dann alles gepackt war, fuhren wir nochmal kurz nach Brebu hoch, wo Dieters KTM dann seine Regenhose im Kettenantrieb verarbeiten mußte, was erstmal zu einer
kleinen Zwangspause führte, bei der Dieter dann die völlig zerfetzte Geschichte aus seinem Kettenrad rauszerrte. Das fängt ja gut an. ;-)
Auf dem Hof der Schule machten wir wärend der Zwangspause dann noch einen kleinen
Rundgang und bestaunten den Unterschied zwischen Heavy und Light. ;-) So eine leichte GasGas Zweitakter ist sicherlich einfacher im Gelände zu fahren als meine dicke Tante... ;-)
Danach auf nach Lindenfeld, ich lege mich
erstmal auf's Maul (Driften muß man erst wieder üben, he he) und Dieter ziemlich zeitgleich unabhängig von mir auch. Dadurch prellt er sich das rechte Knie so stark, daß er den ganzen Tag damit Schwierigkeiten haben
wird.
In Lindenfeld versuchen wir uns an der
Steigung der Haupt-Dorfstr. nach Südwesten, aber nach einigen Stürzen drehen wir um, um uns nicht schon am ersten Tag zu verausgaben. Die Steigung ist sicherlich zu schaffen, aber es
ist der erste Tag und man muß sich auch erst mal wieder an das Geländefahren gewöhnen. ;-) Wenn man so das Ganze Jahr über nur auf Asphalt rumschwuchtelt, dann sollte man dann erstmal wieder vorsihtig anfangen.
Danach fahren wir unseren bekannten Stamm-
Weg nach Poiana, wo Sergio mich immer fragt, wo der sein soll. Irgendwie scheint er einen anderen herunterzufahren. In Poiana treffen wir eine Gruppe Kids, die sich freuen, uns zu sehen und wir halten an, um uns ein
wenig zu sammeln und zu quatschen.
Danach geht’s rüber nach Bolvasnita an die
Furt durch den kleinen Fluß und wir machen erstmal unter den Pflaumenbäumen eine nette Pause.
Dann fahren wir über Varciorova nach Ilova, ein für mich neuer Weg über die Felder, sehr schön zu fahren und sehr abwechslungsreich.
Vorher lege ich mich aber noch in der etwas schlammigen Passage hinter der ersten Steigung dort so richtig gepflegt in den Schlamm. Kacke! Eine schöne Sauerei ist das. Die Jungs amüsieren sich. ;-)
Von Ilova aus fahren wir über die kleine Schotterstraße auf die E70 und von Slatina Timis aus über die Forststraße den Kamm hinauf über Mitau und Dealul Vacutei nach Brebu.
Hierbei ist Walters Kette in einem Schlammloch abgesprungen, sehr merkwürdig. Da schient sie wohl vorher etwas lose gewesen zu sein. ;-) Dieter hatte mehrere Stürze, immer auf das rechte Knie, der
Arme. Gerrit und ich tauschen zwischendurch mal die Kisten und er fährt sehr flott auf der dicken Twin (O-Ton "das ist ja richtig gut!"), ich aber noch flotter auf der EXC. ;-) Die KTM macht es
einfach, gut Motorrad zu fahren, man gleitet einfach über alle Unebenheiten hinweg und genießt das wirklich phantastische Fahrwerk. Gerrit legt sich mit der Twin im Stand nochmal ab und zerstört dabei
meinen Garmin Halter ;-) Ist aber nicht so tragisch.
Abends kommen wir dann ziemlich erschöpft
in Brebu an, Bernds Kiste leckt ordentlich Öl aus dem Kupplungsdeckel und muß morgen erstmal repariert werden. Ansonsten ist die Technik heil geblieben, Dieters Knie wird massiert und behandelt und wir essen ein
hervorragendes Abendessen mit Blumenkohlsuppe, leckeren Krautwickeln und Püree sowie Kuchen. ;-)
Nach dem Essen hält Sergio seine traditionelle Willkommens-Veranstaltung, in der alle Teams
einzeln und sehr persönlich vorgestellt werden und Sergio zu allen eine lustige Geschichte erzählen kann. Besonders freuen wir uns auf die Dänen und
die Schotten, zwei Motocross-Clubs, die den Urlaub als Trainingslager nutzen und völlig verrückte Crosser sind.
 Die Schotten werden angeführt von Steven, “the fast and the furious”, ein verrückter Kerl, der sehr sympathisch ist und in
einem breiten schottischen Akzent spricht. Er hat eine rumänische Frau (auch auf dem Bild) geheiratet und ist seitdem regelmäßig in Rumänien. Mittlerweile hat er das
Rumänienfieber auch in seinem Motocross-Club geweckt und jetzt machen sie hier die Gegend unsicher, immer am Lachen und immer zu einem Streich aufgelegt. Sie sind
schon seit fünf Wochen im Land unterwegs und kennen sich mittlerweile besser aus als Sergio, sagt er selbst. ;-)
Die Dänen sind mit 11 Leuten von Danks MC Offroad Club da und wollen am Schlußtag ein dänisches Offroad veranstalten, eine
Jux-Veranstaltung, die dann als Vereinslauf gewertet wird und am Jahresende einen Lauf einer internen Meisterschaft bildet. wir sind gespannt, was die da vorhaben, ein verrücktes Volk. ;-)
Besonderen Applaus bekommt natürlich das Enduromania Team, vorwiegend weiblich
besetzt, die sich im Hintergrund um einen reibungslosen Ablauf und natürlich um da gute Essen kümmern.
Nachher haben wir dann noch einen langen Ratsch am Lagerfeuer mit anderen Typen vom Treffen, ich lerne einige Bekannte von der CD
Versenderei kennen und ich unterhalte mich unter anderem mit Christian Dreilich, der sich als später mit seinem gemischten Team als Sieger entpuppen sollte. Ihm verdanke ich den
Fugawi-Support mit kalibrierten Karten auf der Enduromania CD, er arbeitet bei Roadstar Motorcycle KTM. Beim letzten Mal war er mit seiner Frau und drei anderen Pärchen hier und sie haben ein Frauen- und ein
Männer-Team gegründet. Dabei haben die Frauen besser als die Männer abgeschnitten und er verspürt einen gewissen Leistungsdruck, wie er beim Treffen erzählte. ;-)
Gerrit, Bernd und Walter schäkern dann noch ein wenig mit
Jutta, einer Dame aus dem "Aalgulasch" Team rum, die ihnen weismachen will, daß sie an ihrer DR eine automatische Blinker-Rückstellung eingebaut hat. ;-)
Gegen Mitternacht mache ich mich dann mit Bernd und Dieter auf den Heimweg und wir fallen hundemüde in die Betten. Gerrit und Walter haben noch länger gezaubert,
keine Ahnung, wann die kamen. Allerdings konnte ich nicht in’s Bett gehen, ohne die Bilder aus der Kamera herausgeladen und den Bericht in’s Notebook getippt zu haben. ;-) Für diesen Urlaub habe ich mir finster
vorgenommen, das jeden Abend noch zu machen, damit ich da nicht anfange, ein Backlog vor mir herzuschieben. ;-) Das habe ich auch bis zum Schluß durchgehalten, auch wenn ich
teilweise nur Stichwörter aufgelistet habe und es mir schwerfiel, weil ich abends oft einfach völlig fertig war und mir beim Tippen die Augen zugefallen sind. ;-)
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