Rumänien 2003
Team 2003
Anreise 1
Einführungstag
Tarcu
Anina
E70 Day
Wittmanns
Finale
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Impressum

Anina

Twin auf AbwegenDienstag 5.8.

Heute waren wir mit einem rumänischen Führer namens Aurel unterwegs. Er hatte sich eine XR400 von Axel geliehen. Axel hatte sich am Sonntag vor der eigentlichen Enduromania mit seiner Kiste auf einem Ölfleck auf Asphalt hingelegt und dabei seine Schulter ausgekugelt. In einer Notoperation im Krankenhaus in Caransebes wurde sie wieder unter Vollnarkose eingerenkt und seitdem läuft er in einem riesigen Gips rum und wird wohl am morgigen Mittwoch nach Hause fliegen. Wie auch immer, seine Karre bleibt hier und dient Aurel als Ersatz, denn seine betagte XT macht komische Lagergeräusche.

Wir treffen uns nach dem üblichen Frühstück an unserem Haus und fahren erstmal zum Semenic hoch. Nach dem Stempel geht's weiter über die Hochebene in den Wald, wo es nach Cosava geht und wo ich mich schon zweimal verfahren habe. Wir finden sofort den richtigen Weg und halten uns entsprechend weiter links. Nach dem Überqueren der Lichtung und von den beiden folgenden Bächen sind wir auf der alten Industriestraße und folgen ihr bis nach Cosava.

Abfluß von Buhui SeeVon hier aus ging's weiter nach Buhui. Nach einem spektakulären Sturz meinerseits (glimpflich verlaufen, siehe Bild ganz oben) erreichen wir nach ca. 100-fachen Abbiegemanövern an den Waldwegkreuzungen (will sagen, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie viele Kreuzungen es waren, wo wir abgebogen sind) einen unterirdischen Fluß. Wir klettern runter zur Höhle und folgen ihm ein Stückchen zu Fuß, bis es zu dunkel wird.


Buhui SeeNach einer kurzen Rast geht es weiter zum Buhui See. Hier holen wir uns unseren Stempel und fahren weiter bis zur Cabana Diana (Bild unten).

Ein verfallenes Gelände, wo Aurel einmal einen Treffpunkt für die Enduromania plant. Problematisch ist, daß die Gebäude völlig verfallen sind und das wohl unrealistisch ist, nicht zuletzt wegen der fehlenden Infrastruktur (Wasser, Strom etc.)


Cabana DianaAurel Dunaroaia












Steierdorf



Etwas später erreichen wir in Anina (Steierdorf, Bild links). Von einem erhöhten Aussichtspunkt aus schauen wir auf Aurels Heimatdorf und genießen die Kühle des schattenspendenden Baumes, der dort steht.




Friedhof von AninaWir besichtigen den Friedhof, wo es auf einem abgeteilten Teil 200 Gräber für die Opfer eines Grubenunglücks gibt. Auf den Grabsteinen finden sich häufig deutschsprachige Inschriften.









Tourismus-Informationszentrum AninaNun ist es nicht mehr weit bis zu Aurels Tourismus Informationszentrum, was de facto ein kleiner Raum in seinem Haus ist, wo er alle möglichen Informationen über seine Heimat zusammengetragen hat.








Dirk im AnmarschWährend wir einem sehr leckeren Imbiß aus Pfannkuchen mit frischen Pflaumen frönen, taucht ein Enduromania-Team auf, die Jungs mit den Africa Twins und mit Dirk mit seiner dicken neuen R1150GS Adventure brausen heran.







EisenbahnbrückeSie setzen sich zu uns und gemeinsam beenden wir den Imbiß und besichtigen noch eine alte Eisenbahnbrücke nach an einer Minen-Anlage mit Förderturm...









ÖlschieferkraftwerkVon Anina ging's weiter nach Süden und wir fahren in einigen hundert Metern Entfernung an dem Ölschieferkraftwerk vorbei, was als größter Wirtschaftsflop der Region in die Geschichte eingehen sollte. Von weitem sehen wir die Größe der Anlage und können nur erahnen, wieviel Arbeit hier reingesteckt wurde, völlig vergeblich. Die Siedlungen der Arbeiter des Kraftwerks sind heute nur mit wenigen Leuten bewohnt, die sich mit Möbelproduktion über Wasser halten. Das Kraftwerk steht still und vergammelt, angeblich gehört es einem griechischen “Investor”, der es versucht, gewinnbringend in Stücken zu verkaufen.

Ride through the woodsEs schloß sich eine längere Fahrt durch den Wald an, wo wir danach in einem Naturschutzgebiet ankamen.










Pampa, wohin man blicktVorher galt es noch, eine lange Wiese zu durchqueren (Bild rechts), die zwar nett aussah, aber in Wirklichkeit ein Geröllfeld war und steinige Überraschungen im hüfthohen Gras barg. Man mußte etwas vorsichtig fahren.








Powerslider in der PampaDas Panorama war jedoch herrlich und wir stoppten für einige Fotos. In der Nähe gab es noch irgendeine Burgruine, aber die haben wir mangels Zeit (es ging dann doch gegen Abend zu) ausgelassen.








The Fahrtwind Team!












Noch mehr PanoramaVon dieser wunderschönen “Wiese” aus fuhren wir dann einen Waldweg lang, wo es dann in’s Naturschutzgebiet ging. Bedenken unsererseits wischte Aurel weg, er kenne den Ranger des Gebietes, wir hätten nichts zu befürchten. ;-)







Das Auge des LieutenantsNach einiger Zeit erreichen wir eine Quelle mit dem Namen "Auge des Lieutenants" nebst Wasserfällen. Sie heißt so, weil die Legende sagt, daß hier einmal ein türkischer Lieutenant bei einem Kampf ein Auge verlor und seitdem an dieser Stelle eine Quelle sprudelt. Das Wasser ist herrlich klar und grün und es schwimmen Fische drin. Die Quelle war nur über eine gesperrte Nebenstrecke zu erreichen, die teilweise mit Kieshügeln zugeschüttet war, die jedenfalls groß genug waren, damit ich mich da schön auf die Nase legen konnte. ;-)
WasserfälleNahe bei der Quelle gibt es auch schöne Wasserfälle, die allerdings wegen des trockenen Wetters nur sehr wenig Wasser führten. Die ganze Szene war sehr zauberhaft und verbreitete eine eigene Stimmung, wie an einer Oase. Aurel hat hier als Jugendlicher wohl viel Zeit verbracht, erzählte er. ;-)






Rast an den WasserfällenVon den Quellen fuhren wir noch an einen weiteren Wasserfall, der aber fast ausgetrocknet war. Die Moppeds parkten wir dort im hohen Gras und ich machte mir langsam Sorgen, daß wir nicht mehr im Hellen nach Brebu kommen würden, da wir uns hier völlig verzettelten und keine Strecke machten. Wir waren immer noch an dem Punkt, der am weitesten am Tag von Brebu entfernt war und es war schon spät...



Pensiune Nera Land in Sasca MontanaNach den Wasserfällen fahren wir über Offroad Straßen nach Sasca Montana, wo wir in der Pension Nera Land mit einem Bier und Wasser bewirtet werden.









Closter CalugaraDanach wird zeitlich schon ein wenig eng und wir brettern über Offroad erst zu einer Tankstelle und einer Cola in der daneben stehenden Bar, danach zum Kloster Calugara, wo wir Aurel das Abholen des Kontrollpunkt-Stempels überließen, die orthodoxen Mönche strahlen eine ehrwürdige Aura aus und wir trauen uns nicht, sie anzusprechen, obwohl sie recht freundlich zu Aurel zu sein scheinen.



Garliste EisenbahnstationDurch den Wald ging’s dann in zügiger Fahrt zum Kontrollpunkt Garliste Eisenbahnstation, wobei es dann schon dämmerte. Die schnelle Fahrt durch die langeschwungenen Wellen im Wald von Anina nach Garliste ist eine Wucht und ein absolutes Highlight des Tages.







Garliste Parkplatz ;-)Da es schon dunkel wird, fahren wir nicht weiter sondern drehen um und fahren ab Anina über Resita und Valiug auf Asphalt nach Brebu, wo wir gegen halb zwölf kurz vor Mitternacht ankommen. Wir sind die Attraktion des Abends und genießen die Bewunderung und das wie immer leckere Abendessen (Hackbraten gefüllt mit Wurst und Ei mit gekochten Erbsen in einer göttlichen Sauce. ;-)
Blessuren ;-)


Um 1 fahren wir nach Hause und beim Ausziehen stelle ich fest, daß ich mir irgendwo an der rechten Wade einen dicken blauen Fleck geholt habe, der auch etwas schmerzt.

Was mich wundert ist, daß meine rechte Hand das nicht tut. Komische Sache, das, aber ich will mich nicht darüber beklagen. ;-)

Beim Berichteschreiben stellen wir fest, daß wir bereits 39000 Punkte haben, und das nach zwei Tagen. Unglaublich. Wenn wir das Tempo halten können, dann sind wir auf der Siegerstraße. ;-)

Spaßeshalber beschließen wir, ab sofort auf Sieg zu fahren.

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