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25.08.2002, Sonntag
Irgendwann klingelt um 8.00 Uhr der Wecker.
Langsam stehen wir auf, gehen zum Frühstück und richten uns ein wenig her. Nachdem die Moppeds klar sind und wir angezogen, fahren wir erst mal nach Caransebes zum tanken, da die Moppeds auf dem
Hänger immer mit sowenig Benzin wie möglich verpackt werden (jedes Kilo zählt). In Caransebes fahren wir an einer Hochzeit vorbei, alle Taxen vor dem Haus der Gesellschaft sind mit Blumen geschmückt und
man spielt die traditionelle und für westliche Ohren recht schräge rumänische Blasmusik, nie ohne Saxofon und mit recht freier Interpretation von Rhythmus und Melodie. ;-)
Zurück in Borlova, fahren wir anschließend mit Michael und Andreas zum Muntele Mic hoch. Es ist angenehm
zu fahren und es klappt mal wieder ganz gut, bis wir auf die Hochebene kommen, wo die verrückten Schäferhunde uns mal wieder etwas zu schaffen machen. Anke kommt vom Weg ab und fährt abseits
über begraste Steine, kommt aber noch mal mit einem Schrecken davon. Ganz oben angekommen fahren wir durch eine nette Schlammfütze. Andreas möchte gerne eine Videoaufnahme davon machen und wir fahren hin
und her durch die Mocke. Anke rutscht dabei allerdings das Vorderrad weg und sie legt sich auf die Nase. Andreas hat alles drauf auf dem Film. ;-)) Außer
einem dreckigen Mopped ist nichts passiert, zum Glück. Ich atme auf, denn einen Misserfolg kann Anke jetzt nicht brauchen, so früh am Start. ;-) nach dem Besuch der Ruine beschließen wir, zurück zu fahren und Michael schlägt eine Route Richtung Cuntu und dann
irgendwie runter vor. Doch in dem Schlammloch legt sich Anke ein zweites Mal ab und stürzt ein wenig unglücklich. Sie quetscht sich den Mittelfinger der rechten Hand, er wird allerdings nicht dick und sie fährt
mit leichten Schmerzen weiter. Michael und Andreas beschließen dann, alleine weiter zu fahren und wir fahren wieder runter nach Borlova.




Auf dem Rückweg kommt uns der Schradt entgegen, pitschepatsche naß vom Regen, der im Tal wütet. Naja, wir müssen nun mal da durch und kommen ebenfalls triefnass in Borlova an und trocknen erst mal
die Klamotten.
Wir treffen Steffen Utzmann, der von seiner mehrwöchigen
Rumänien-Tour in Borlova ankommt und der mit uns diese Woche fahren wird. Er ist mit seiner XT600 drei Wochen schon unterwegs und will nach der Enduromania noch eine Woche
gemütlich auf Landstraßen zurück nach Deutschland fahren.
Abends geht es zum Kennenlern-Treffen nach Wittmanns. Anke will mit dem Auto zu fahren, und sie nimmt Heike, Thomas und
Thorsten mit, die auch keine rechte Lust haben mit dem Motorrad zu fahren. Walter Steffen und ich, wir fahren natürlich mit den Moppeds dahin. Sergios Tochter Tanja ist auch in Rumänien und
möchte mit uns fahren, wir besorgen ihr Klamotten und sie fährt mit meinem zweiten Helm (mit eingebautem Headset) bei mir mit, dadurch können wir während der Fahrt miteinander quatschen, da
ich auf meiner Twin ja neben dem Funk auch eine Gegensprechanlage habe.
Wir entscheiden uns für den Weg auf der linken Seite des Stausees, an dem seit diesemJahr wieder gearbeitet
wird, wo man schöner fahren kann und eine bessere Aussicht auf die Baustelle hat. Bei den Wittmanns hat sich
einiges verändert. Es steht vorne ein neues Haus, welches jetzt die alten und jungen Wittmanns bewohnen, so dass die eigentliche Hütte für Gäste zur Verfügung steht.
Die Veranstaltung beginnt wie immer recht spät. Sergio stellt die einzelnen Teams vor, Evelyn Ihr Team bei
Wittmanns Hütte. Dann wird noch ein wenig Smalltalk gehalten und schnell wird es spät. Johann Wittmann bastelt noch einen Umschlag aus Kräutern, Alkohol und Wurzeln für Ankes Finger. Es sieht recht seltsam
aus, aber es kühlt wohl ganz gut. Wir hoffen dass nichts gebrochen ist. Vielleicht ist eine Verletzung an der Kapsel, denn im Gelenk hat sie starke Schmerzen. Gegen Mitternacht fahren wir wieder nach Hause. In
Borlova treffen wir schneller ein als die Autofahrer-Truppe und wir treffen uns alle zum traditionellen lokalen Pflaumenschnaps, Zuika genannt.
Na denn – Prost. Der Abend wird noch lang, Anke verzieht sich erschöpft so gegen zwei, bei mir wird es noch halb fünf. ;-) |