Rumänien 2002
Anreise 1
Anreise 2
Muntele Mic
Erster Tag
Brebu Nou [1]
Cornereva
Donau
Schlußfeier
Brebu [2]
Brebu [3]
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Anreise 2

Kathedrale in Arad24.08.2002 Samstag

Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker. Wir hatten mit Gerhard verabredet, dass wir uns selbst einen Kaffee machen (er hatte uns extra die Kaffeemaschine startklar gemacht, so dass wir nur noch einschalten müssen) und uns dann direkt auf den Weg machen. Gegen 6.30 Uhr taucht er dann doch noch schlaftrunken auf und wir verabschieden wir uns aber noch von ihm und fahren los Richtung österreichisch/ungarische Grenze. Mittlerweile hatte ich von Michael Janko und Andreas Lux eine SMS erhalten, dass diese auch schon unterwegs seien. Wir verabreden uns an dem zweiten McDonald’s an der Umgehung von Budapest. ;-), wo wir sie dann auch treffen und erst mal lecker amerikanisch frühstücken. Auf der weiteren Fahrt verläuft alles soweit nach Plan. Auf Wunsch der beiden beschließen wir, den Grenzübergang bei Nadlac zu nehmen, obwohl ich lieber den neuen Übergang bei Cenad gefahren wäre. Bei den Ungarn klappt dann auch die Ausreise ohne Probleme. An der rumänischen Grenze steht jedoch eine ziemlich lange Schlange. Während wir so da warten kommen wieder irgendwelche Scheibenwäscher und Geldtauscher zu unseren Autos. Andreas lässt sich bequatschen und wird den Typ auch fast nicht mehr los, der ihm die Autoscheiben waschen will. Irgendwie scheint er mit seinem Lohn nicht recht einverstanden zu sein. Ich muß einige von den lästigen Typen recht energisch mit Hupe und lautem Anbrüllen abwimmeln. Wir haben mal wieder eine Looser-Schlange erwischt. Vor uns benötigt ein einzelner Wagen ca. ½ Stunde bis er durch die GrenzkontrTanken an der rumänischen Grenzeolle ist. Das ist ganz schön nervig. Bei uns selbst klappt dann alles erstaunlicherweise reibungslos, die "Baggage Control“ (Kofferraumklappe auf, Kofferraumklappe zu) verläuft ohne Zwischenfälle und auch der Zoll macht keine Scherereien. Gott sei Dank, denn die Karre ist doch recht voll beladen und nicht alles ist für den persönlichen Bedarf. ;-) Unser Geld habe ich während der Wartezeit in der Schlange direkt an einer Wechselstube getauscht. Der Kurs ist diesmal 1 Euro = 31.000 Lei. So werden wir wie immer Multimillionäre, aber das kennen wir ja schon.

Andreas und Michael werden hinter der Grenze schon ein wenig nervös, da es bei uns doch ein wenig länger dauert. Sie müssen unbedingt tanken und fahren die erste Tankstelle nach der Grenze an. Es ist klar, was passiert: Sofort stürmen 10 Rumänen auf uns zu und wollen ihre obligatorischen Holzschnitzereien verkaufen oder unsere Euros in Lei umtauschen (zu einem "Spitzen-Kurs“). Doch wir wollen nicht und weil die Typen so lästig wie Bahnübergang in TimisoaraSchmeißfliegen sind, fahren wir langsam Runden um die Tankstelle, bis die beiden anderen fertig sind. Weiter geht es Richtung Arad, wo man gezwungenermaßen jetzt dann durch muß. Von dort geht es dann weiter über die Europastraße nach Timisoara und Caransebes. Von dort nach Borlova. Wir liegen gut in der Zeit, trotz der Zeitumstellung (Rumänien ist uns eine Stunde voraus) und gegen 20 Uhr erreichen wir Borlova. Uns fällt auf, dass die Hauptstraße neu asphaltiert ist und die ganzen Schlaglöcher nicht mehr da sind. Das sollte uns in einigen Dörfern noch passieren, allerdings nicht in vielen (zum Glück).

Schradt's BallastDer Schradt













Alle freuen sich riesig. Wir treffen den Schradt (Frank Schmitz) und sein Team (Heike, Thomas, Walter und Thorsten) welches sich später "Schradt’s Ballast“ nennen wird), die schon seit einer Woche da sind und eigentlich eher Lust haben, einen Ruhetag einzulegen. ;-) Walter trägt seinen Arm in einer Schlinge, weil er sich den Oberarm verletzt hat, aber Gas geben kann er damit durchaus noch. ;-) Sergio ist mit seinem mächtigen Landcruiser auch da und bekommt von unserem Gastgeber Zaharias den neuen Kühler eingebaut, der von anderen Enduromaniacs mitgebracht wurde. In Rumänien sind solche Ersatzteile nur sehr schwierig zu erhalten.

der neue Kühler ist schon drin!Zuerst einmal gibt es ein leckeres Abendessen, bevor wir mit dem Auspacken anfangen können. Wir haben wieder unser schönes Zimmer vom letzten Jahr. Wir laden die Moppeds ab, geben Zaharias die mitgebrachten Sachen und richten unser Zimmer ein. Wir haben jetzt in unserem Zimmer eine wunderbare Dusche und Zentralheizung! Irgendwann fallen wir hundemüde ins Bett. Diese stundenlange Autofahrerei in der Hitze ohne Klimaanlage ist doch irgendwie anstrengend.
 ;-)

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