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04.9.2001 Dienstag: Poiana Mare
 Heute wollen wir direkt zu Wittmanns Hütte fahren, um von dort aus in das
Cornereva Tal zu kommen. Wir starten etwas spät und haben diesmal Petras Freund Florian dabei, so daß wir jetzt zu fünft sind. Hinter Rusca entscheiden wir uns für die Route auf der
Norseite des Tals, wo man eine etwas kleinere Straße auf Schotter den Hang lang fährt. An der Staudammbaustelle halten wir erstmal an und machen einige Fotos.
Weiter geht’s und wir erreichen eine Stelle, wo gerade ein
Pferdefuhrwerk “betankt” wird. ;-) Wir warten, bis die Pferde genug getrunken haben und der Kutscher uns durchläßt, während wir uns freundlich zunicken und die Idylle genießen.

Etwas weiter ist ein kleiner Abrutsch, den wir auch noch
bewältigen müssen. Fahrerisch sicherlich keine große Herausforderung, aber direkt daneben ist ein recht tiefer Abgrund, was für einige von uns sicherlich ein kleines psychologisches Problem darstellt...
Gegen Mittag sind wir dann bei Wittmann's. Hier begrüßen
wir erstmal die Wittmanns und bekommen einen leckeren Salat und kühle Getränke. Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns wieder auf den Weg und fahren Richtung
Cornereva. Am Abzweig zur Cozia beschließen wir, nicht dorthin zu fahren, sondern direkt zu Poiana Mare raufzukommen, um von dort aus nach Canicea zu gelangen. Über einen stellenweisen kniffligen Weg gelangen
wir tatsächlich auf den Kamm.

Hier fransen wir uns ein wenig durch den Wald und müssen einige schwierige Stellen überwinden, wo Bäume quer über den Weg gefallen sind. Wir pfuschen uns durch den Wald und kommen an einem Punkt an, wo erstmal die
Schwimmernadeln von Petras Kuh neu eingehängt werden, da ihre Kiste ein wenig raucht und Florian der Meinung ist, daß es an den Vergasern liegen könnte. Etwas später
fahren wir dann weiter und gelangen nach einigen anderen interessanten Stellen (einer steilen Wiesenabfahrt, kleineren Geröllstellen und einer Kuh-Schleuse ;-)) dann an den Kontrollpunkt.
Die Koordinate liegt etwas daneben, wir korrigieren die
Daten und fahren nach einer Pause weiter Richtung Süden, um den höchsten Punkt des Grates, Poiana Mare selbst zu finden. Schon nach wenigen Kilometern sind wir
angekommen und finden auf der Südseite eine Möglichkeit, wirklich bis zum Gipfel hochzufahren.
Hier werden mit die schönsten Bilder dieses Urlaubs geschossen, wir genießen die Aussicht, das tolle Wetter und das Gefühl, ganz oben mit
den schweren Kisten selbst hingekommen zu sein. Ich denke, besonders für die Team-Mitglieder, die normalerweise nicht soviel im Dreck unterwegs sind, ist das sicherlich eine besonders schöne Erfahrung.



Nach einer angemessenen Pause versuchen wir, einen Abstieg nach Canicea zu finden. Den GPS-Punkt haben wir ja aus den letzten Jahren, aber es gelingt uns
nicht, einen entsprechenden Weg zu finden. Wir folgen einfach immer weiter dem Kammweg, der sehr schön ist und von einem Gipfel zum nächsten führt, allerdings immer etwas tiefer als zuvor. Chris und ich,
wir versuchen einen Abstieg, der so aussieht, als wenn es sich dabei um einen Weg handeln würde, aber wird nach wenigen Metern so steinig, daß wir es aufgeben und nur unter Schwierigkeiten wieder zurück
kommen. Chris steckt einmal in einem steilen Hang zwischen einem dicken Wackerstein und einem Dornenbusch so fest, daß ich ihn da befreien muß, weil seine Kiste bei dem selbst begonnenen
Befreiungsversuch fast den Hang hinunter gepurzelt wäre.
 
Nach und nach geht der Weg abwärts und durch verschiedene Geröllstücke und Hohlwege landen wir schließlich an einem Maisfeld, wo uns Einheimische den Weg nach Cornea zeigen, wo wir dann auch
problemlos landen und den Weg nach Canicea dann über die Asphaltstraße finden.
Zurück auf der E70 teilen wir uns auf, Petra und Florian fahren über die E70 nach Borlova zurück und Anke,
Chris und ich machen uns auf den Weg nach Mehadica und Luncavita, um die beiden Punkte auch noch einzusacken. Wir müssen an einem Bahnübergang auf den Zug warten und ich nutze die Gelegenheit, noch
einige Fotos im Sonnenuntergang zu machen.
 
 Meine Twin benötigt noch eine kurze Nachhilfe, was die Kontaktgebung an der Abblendlicht-Siche rung angeht, aber dann leuchtet sie
auch wieder wie in alten Tagen und wir können mit ausreichend Licht nach Hause fahren, denn es ist über den Experimenten des Tages doch wieder die Sonne untergegangen.
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