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06.9.2001 Donnerstag: Baile Herculane
Heute regnet aus Kübeln und wir verspielen alle unsere Siegchancen (;-)), indem wir uns mit alle Mann in den Passat setzen und dann über die E70 nach Baile Herculane
(Herkulesbad) fahren, um die natürlichen, warmen, schwefelhaltigen Quellen dort zu besuchen.
In der Stadt finden wir das große offizielle Badezentrum, wo wir allerdings dann doch nicht Kundschaft werden, weil die Heilbäder gerade schließen und das Freibad zwar
preiswert (20.000 Lei entsprechend 1,50 DM pro Erwachsenen), aber wenig einladend ist, nicht zuletzt
wegen des recht frischen Wetters. Außerdem wollten wir ja die natürlichen heißen Quellen finden, die Sergio in seinen Unterlagen als “volkstümlich” und frei zugänglich beschreibt. Wir fotografieren etwas und beschließen, uns erstmal das Heilbad und anzus chauen. und ann weiterzufahren, um die Quellen zu f inden. Leider wird das Bäderzentrum gerade geschlossen, der Bademeister will gerade gehen, läßt
uns aber trotzdem noch kurz rein.
Durch den Eingang des Heilbades kommt man erst mal in einen Mittelgang, der hinten in eine Aufenthaltsraum mündet. Vom Gang aus gehen zu beiden Seiten Anwendungs- Räume weg, die mit interessanten Gerätschaften gefüllt sind. Man kann
Unterwassermassagen, galvanische Bäder, Sauna, Schwefelbäder und andere feine Dinge machen. ;-) Überall stinkt es heftig nach Schwefel und sieht recht ranzig aus, ist
aber angeblich vor wenigen Jahren erst frisch renoviert worden. Wir vermuten, daß die Ablagerungen an den Wänden der Baderäume von den Mineralien im Wasser herrühren und normal sind. Ein Besuch ist sicherlich
interessant. ;-)
Wie auch immer, wir fahren etwas weiter das Tal herauf
Richtung Stausee. Wir finden den Cerna-Stausee und den Kontrollpunkt, wo wir dreisterweise doch einen Stempel holen ;-). Auf dem Rückweg finden wir noch ein Freibad,
welches allerdings nicht in Betrieb zu sein scheint. Trotzdem können wir's besichtigen. Es sieht sehr rustikal aus und es gibt einige interessante Fotos. Wir fahren weiter
und finden eine Stelle an der Hauptstraße, wo einige Verkaufs-Buden und Autos stehen.
 
Wir halten an und finden ein Becken mit Schwefelwasser, was aus einem Rohr im Felsen gespeist wird. An
einem Pflock hängt man seine Klamotten auf und hinter einem Stück Sackleinen kann man sich umziehen. Wir machen kein langes Federlesens und ziehen uns direkt dort um und steigen in das erholsame Bad. Anke traut
sich nicht, was uns aber insofern gelegen kommt, da wir dann jemand haben, der Fotos macht. ;-)
 
Wir genießen die Wärme und freuen uns, daß wir die Badestellen auch ohne GPS gefunden haben, denn Sergio
hatte die Koordinaten in den Empfehlungen angegeben und wir hatten das GPS vergessen... ;-)
Nachdem wir uns dann wieder abgetrocknet, angezogen und noch einige Snacks für den Weg mitgenommen
haben, machen wir uns wieder in das Auto und fahren den langen Weg nach Hause. Es ist erstaunlich, wie lange es dauert, die 85 km über die Europastraße hinter den stinkenden und langsamen LKWs herzufahren. |