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07.9.2001 Freitag: Abschlußfeier
Es regnet den ganzen Tag und wir sind völlig demotiviert. Der Tag
vergeht mit Gesprächen, Fotos anschauen, abhängen. Nachmittags dann will der Schradt unbedingt einige andere Motorräder ausprobieren . Erst fährt er mit Chris' KTM (und kommt mit öligen Standrohren wieder), dann will er mit meiner Africa Twin fahren.
Ich überlege mir, daß es doch mal recht nett wäre, die XR400 von Sergio auszuprobieren. Ich ziehe mich um und mache mich fertig, mit dem
Schradt eine Runde zu drehen. Teststrecke ist der Weg zum Muntele Mic (über die kurze Route rauf und über die lange Route wieder runter). Es ist am regnen und ziemlich neblig. Wir fahren gemeinsam los, er mit meiner
Twin und ich mit der leichten XR. Direkt hinter Borlova geht's links über die nasse Pflasterstraße und ich passe
höllisch auf, um mich nicht auf den Bart zu legen. Direkt an der kleinen Brücke fährt er nebenher durch die Furt und ich habe beide Stiefel patschnaß... Die Twin geht aber gut durch das Wasser, der Schradt ist ganz
begeistert von dem sensiblen Fahrwerk. Auch die XR läßt sich erwartungsgemäß leicht dirigieren, ist aber sehr
nervös und ich muß mich doch arg umstellen. Auf dem Weg über das steile Geröll legt sich der Schradt einige Male auf die Nase, aber nichts Wichtiges geht kaputt. Je höher wir kommen, um so schlechter wird die Sicht.
Die Abfahrt erfolgt bei ca. 10 m Sichtweite und Dauerregen durch alle möglichen Bäche, die den Weg kreuzen
oder ihn entlangfließen. Die Brillen beschlagen, nicht nur die Crossbrille, sondern auch meine normale Brille, die ich darunter trage, um überhaupt irgendwas zu sehen... Völlig durchnäßt und durchfroren kommen wir wieder in
Borlova an. Der Schradt schnappt sich gleich darauf eine BMW R1100GS, während ich nichts sehnlicher wünsche wie eine warme Dusche und etwas kuschelig trockenes zum Anziehen.
Auch Carsten, Frank und Rainer beschließen, noch eine kleine Runde zu drehen und machen sich auf, ein wenig hinter Borlova im Schlamm zu spielen. Keine Ahnung, wie
es denen ergangen ist, aber dreckig waren sie auch recht ordentlich nachher. ;-)
 Abends ist dann
die Abschlußfeier, wo wieder jeder einen Sonderpreis bekommt und alle lobend erwähnt werden und eine super Stimmung herrscht, obwohl etliche Mitstreiter bereits abgereist sind, nicht zuletzt
wegen des schlechten Wetters. Wir belegen Plätze um den 50. Rang (von 130 registrierten Teilnehmern) und sind damit zufrieden. Mit verschiedenen Gesprächen und viel Alkohol endet der Tag.
Hier noch einige Bilder von der Abschlußveranstaltung:
 




08.9.2001 Samstag: Ruhetag
Heute haben wir nichts gemacht, ich schreibe den Reisebericht und führe einige Gespräche mit Endurofreunden... Anke schläft viel und wir vergammeln den Tag. Abends kommen noch etliche Endurofahrer,
ca. sieben aus Deutschland und insgesamt sind dann 10 Leute vom TFC85 aus Graz da. Der Abend vergeht mit Abendessen und Klönschnack mit Heike und Thomas aus Paderborn sowie Stefan Hermann, die auch eine
Woche anhängen und die restliche Zeit gemeinsam mit uns verbringen wollen. |