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Freitag 25.8. Mit Anke zum Surduc See
Chris und Carsten wollen in drei Tagen zurückfahren, während Anke und ich lieber in zwei Etappen fahren wollen, um noch einen Tag mehr Urlaub zu haben. Wir sind ja mit getrennten Autos
gekommen, so daß das kein Problem ist. Also brechen Chris und Carsten entspannt nach dem Frühstück zur Heimreise auf. Sergio muß zu Terminen nach Resita, so daß Anke und ich alleine
aufbrechen. Wir wollen heute mal nach Norden zum Surduc See fahren, da möchte ich ihr die Stelle der ersten Enduromania zeigen, an der ich 1998 teilgenommen hatte.
Wir fahren die nette Holperstrecke von Borlova nach Turnu Rueni abseits der Hauptstraße, um dann auf ihr bis nach Zervesti zu fahren. Hier biegen wir rechts ab und ich zeige ihr Canicea, das
Dorf mit der unglücklichen Kirche in der Mitte. Unterwegs haben wir dann die vierte Panne in diesem Urlaub, diesmal ist Ankes Hinterreifen dran. Mist! Mit Konzentration und Geduld behebe
ich den ersten Platten vollkommen selbst. Dabei werden wir die ganze Zeit von den Dorfkindern genau beobachtet. Dann überqueren wir die Landstraße nach Otelu Rosu und bewegen uns
immer abseits der E70 parallel zu ihr nach Norden, immer am Rand der Berge entlang. Schließlich landen wir nach einigen Verfransern und etwas GPS-Discovery über Tincova auf der Straße, die nach Nadrag geht. Hier muß ich die Twin auf Reserve umschalten,
Ankes Reserveleuchte ist schon länger an, sie hat ja an der alten Twin keinen Reservehahn, sondern nur zwei verschiedene Reserveleuchten (was ich persönlich auch nicht
schlecht finde). Wir folgen der Straße weiter bis zum See nach Surduc.
Eigentlich
wollte ich hier etwas schwimmen gehen, aber das Ufer ist so dreckig und mit Müll übersät, daß man sich wirklich fragt, wie man da ohne Badelatschen heil drüberkommen soll. Wir machen einige Fotos, schauen uns
die Schiffsanlegestelle kurz an, wo der Kontrollpunkt ist, und fahren dann wieder zurück zu Zaharias. Wir kommen noch an einigen Tankstellen vorbei und wollen bewußt nicht tanken,
weil wir die Kisten möglichst leicht aufladen wollen. Auf dem letzten Tropfen kommen wir bei Zaharias an und sind froh, daß wir das hinbekommen haben.
Wir laden die Kisten schon auf, damit wir morgen recht früh
starten können. Der Abend vergeht mit packen und Planungen für die Reise morgen, wir sind etwas erschöpft und freuen uns nun auch wieder auf zuhause.


Samstag 26.8. Abreise in Rumänien
Tja, der Rest ist schnell erzählt, wir frühstücken sehr früh und
verabschieden uns von Anna und Zaharias, Sergio war nicht bereit, so früh aufzustehen, so daß wir uns schon gestern abend von ihm verabschiedet haben. ;-) Wir schaffen es
tatsächlich, um 7:00 Uhr wegzukommen, haben eine Schafherde auf der E70 und passieren ohne große Zwischenfälle die Grenze nach Ungarn in einer lockeren
Viertelstunde. Ungarn ist ein langer gerader Schlauch, wo wir dann irgendwann am frühen Nachmittag rauskommen und auf einmal in Österreich sind. Die Stunde Zeitgewinn durch die andere Zeitzone von
Rumänien ist natürlich auch noch zu rechnen, aber so gegen 15:00 Uhr treffen wir bei Gerhard in Wien ein, der uns freundlich begrüßt.
Diesesmal haben wir das Gästezimmer im Dach und können uns da so richtig nett ausbreiten. ;-) Am Abend gibt es
leckeren Octopus, über dem offenen Feuer gebraten. Der Abend vergeht mit Klönen, Fotos gucken und nett schwatzen.
Sonntag 27.8.: Ankunft zu Hause
Was soll man über den letzten Tag der Tour noch sagen? Viel Autobahn, Langeweile und einige kürzere Staus, die wir versucht haben, zu umfahren. Zwischendrin eine Rast bei
McDonalds und dann waren wir abends auch irgendwann in Solingen. Hier haben wir dann schnell die Kiste ausgeladen und ich habe mich dann flott nach Hause
aufgemacht, damit ich noch den Hänger zurückbringen und alles ein wenig arrangieren konnte, denn am nächsten Morgen sollte ja wieder normal gearbeitet werden.
Gegen Mitternacht war alles geregelt und ich fiel hundemüde und glücklich nach einem tollen Urlaub in's Bett.
Fazit: Nächstes Jahr wieder, vielleicht drei Wochen? Rumänien ist wie ein Fieber, wenn man es einmal hat, dann ist man gefangen und es läßt einen nicht mehr los. Wir werden allerdings wohl dann die Zusatzwoche vor
den Enduromania Termin legen, so daß man sich etwas vorbereiten kann. Wen wir drei Wochen machen, dann versuchen wir, zwei Enduromanias mitzumachen. Mal schauen, wie die Termine liegen werden. Wir werden
entweder im August oder September fahren, da ist es trocken und wir haben mit den dicken Kisten doch etwas mehr Spaß. September könnte schon feucht werden, während der August meist recht heiß ist... Mal schauen.
Wir werden jedenfalls wieder dabei sein.
Ich hoffe, es hat jemand bis hier mitgelesen und etwas Spaß dabei gehabt. ;-)
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