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Hier erstmal der GPS Track.
Weiter geht's von Wittmann’s Furt zur Hauptstraße.
Auf dem Weg am alten Staudammwerk vorbei gerät Chris auf Beton in eine dort vorhandene Spurrille und legt sich ziemlich spektakulär bei Speed ab. Die KTM rutscht einige Meter auf dem Tank, aber außer einigen
heftigen Kratzern und einem abgebrochenen Schalthebel passiert nix! Unglaublich! Er hat sich einige Abschürfungen zugezogen, die aber nicht so heftig sind, daß sie genäht werden müssen. Also kein Problem, es
kann weitergehen. ;-))) Chris und Carsten beschließen nach Brebu Nou ins Camp zu fahren, um den abgebrochen Schalthebel flicken zu lassen. Man kann da wohl ein Loch mit einem Gewinde reinmachen und
dann einfach eine Schraube reindrehen, womit man dann schalten kann.
An der Hauptstraße zieht das Wetter sich ein wenig zu, aber nach der Erfahrung von gestern vermuten wir, daß es nur kurz
dauert. Wir stellen uns, als es zu regnen beginnt, in Armenis bei der ehemaligen Tankstelle (letztes Jahr haben wir hier noch getankt) unter. Während die Handies alle gecheckt
werden (Mailbox abhören, SMSen lesen und beantworten etc.) zischen sich Heli und Wheeli erstmal ein frisches Bier aus der nebenan gelegenen Bar. ;-) Und das bei Null Promille, tsts!

Nach dem erwartungsgemäß kurzen Regen brechen wir
natürlich sofort auf und fahren nach Submargine. Der Invalide, der den Checkpoint betreut, sitzt vor dem Haus auf einer Decke und hat einige Kinder um sich herum, die mit ihm
spielen. Der Kontrollpunktnagel ist an dem Zaun vor dem Haus eingeschlagen, da der alte Mann nicht mehr in der Lage ist, die Zettel abzustempeln. Wir grüßen freundlich, aber ein
Gespräch kommt mangels gemeinsamer Sprache nicht auf.
Weiter geht es nach Submargine Top. Wir fransen uns ein
wenig durch das Dorf und finden dann die Auffahrt auf den Grat, die in der Beschreibung genannt ist. Es wird recht geröllig und immer steiler und ich wundere mich, wie gut Anke klarkommt, da verliert sie plötzlich der
Mut und sie hält an. Das erneute Anfahren im steilen Geröll ist natürlich sehr schwierig und sie beschließt, die Anfahrt auszulassen. ;-) Ich drehe ihr die Kiste um und kann sie mit
Mühe auf den Seitenständer abstellen, es ist wirklich sehr steil.
Weiter oben hat Heli Probleme, am Berg anzufahren, aber schließlich schafft er es dann doch mit einer springenden und
bockenden Twin, da hochzukommen. Auch ich muß mich ziemlich mühen, aber wenn die dicke Tante einmal in Schwung ist, dann geht es doch. Nach der schwierigen Passage ist man recht schnell oben auf dem Kamm und über sanft gewellte
alpine Wiesen geht es weiter zum Gipfel. Hier kommt es dann zu meinem schwersten Sturz in diesem Urlaub, in einem steilen Hohlweg, den ich einfach durch das Befahren der
benachbarten Wiese hätte umgehen können, gerät das Vorderrad durch das dicke Geröll und die recht hohe Geschwindigkeit etwas zu sehr aus der Bahn und fährt ein
Stück aus dem Hohlweg raus, so daß die Kiste fast senkrecht in der Wand hängt. Mich schmeißt es nach hinten runter und ich überschlage mich mehrfach, als ich mich nach unten abrolle.
Der Helm prallt einige Male hart auf das Geröll auf. Zum Glück bleibt die Twin auf dem Hang liegen und kommt nicht in's Rutschen oder überschlägt sich gar.
Ich habe Glück. Außer einem etwas angeknacksten Ego ist mir wirklich nix passiert, kein Kratzer, keine blauen Flecke, nix!!! Gute Schutzkleidung, Herr Doktor. Die Jungs staunen, der Abflug war spektakulär. ;-) Wir
machen erstmal einige Fotos und dann geht es nach einer schwierigen Bergung mit vereinten Kräften weiter.
Nach einigen sanft gewellten Anstiegen, wo man mit wenig Gas und Arsch nach Hinten sogar kurze nette Wheelies
machen kann, sind wir oben an dem großen Baum, wo der Kontrollpunkt ist. Der Weg zurück geht recht schnell und wir sind bald wieder bei Anke, mit der wir dann zusammen zurück zur Hauptstraße fahren.


Als nächstes fahren wir nach Sadoua Noua, wo ich letztes
Jahr die letzte Panne hatte. Diesmal passiert nix und wir treffen ohne Weiteres bei der bekannten Bar ein, um den Checkpoint zu machen. Wieder wird uns Zuika angeboten,
der selbstgebraute Pflaumenschnaps. Ich bringe das Zeug nicht herunter, mal davon abgesehen, daß mir schwindlig wird, wenn ich total erhitzt und etwas abgekämpft Schnaps trinke. ;-)))
Nach einigen Fotos geht es weiter und wir versuchen die Abkürzung nach Ilova über die Felder, die nur für erfahrene Reiseendurofahrer empfohlen ist. Wir verabreden, daß Anke und ich den Umweg über Asphalt auf
der E70 machen, während die Jungs die Abkürzung nehmen wollen. In einer dicken Staubwolke verschwinden sie im Hohlweg. ;-)
Anke und ich, wir schauen uns das Ganze an und beschließen, auch dort langzufahren. Es ist zwar etwas holprig
aber wir schaffen es recht gut. Wenn es hier allerdings naß ist, möchte ich da nicht reingeraten. Es ist recht tief gespurt... Unmittelbar nachdem die Jungs in Ilova eintreffen, kommen
wir auch an. Bewunderung für Anke, daß sie das geschafft hat. Sie macht sich recht ordentlich, finde ich.
Von Ilova versuchen wir eine Discovery nach Varciorova,
aber wir kommen einfach nicht durch das Tal durch und irren durch verschiedene Gärten, drehen einige Male um, passieren etliche Gatter und kommen schließlich in Bolvasnita auf der
Schotterstraße aus. Auch gut. ;-) Hier ist eine nette Furt, die wir vom letzten Jahr schon kennen. Nix wie hin!
Etliche Kinder baden hier und wir sind natürlich die Hauptattraktion. Erstmal stellen sich alle wie üblich wie die Orgelpfeifen auf, als ich die Kamera auspacke und dann
fordern sie uns auf durch das Wasser zu brausen, was wir natürlich auch ausgiebig machen, hauptsächlich für die coolen Fotos. Wheeli versucht ein Wheelie in den Fluß und legt sich
fast auf die Nase, leider habe ich gerade die Kamera nicht schußbereit und ein zweites Mal will er's nicht probieren. ;-) Anke schmeißt mich in einer kleinen Wasserschlacht ohne
Moppeds fast in den Bach, mit Mühe und Not kann ich ihr Erbarmen erflehen. ;-))
Von der Furt geht es weiter nach Varciorova, und wie jedes Jahr irre ich durch das Dorf, ein netter älterer Dorfbewohner bietet sich als Guide an, ich lade ihn auf den Sozius und wir
fahren zum Kontrollpunkt. Von hier aus fahren wir normal über die Schotterstraße zurück auf die E70 und besuchen Petrosnita. Hier wird ein weiteres Bier für die Ösis fällig, da
daß das einzige Getränk ist, was gekühlt vorrätig ist. Coole Ausrede. ;-))) Ein Hund ignoriert Heli, zwei nette Rumäninnen ignorieren Max und Wheeli, weswegen wir beschließen weiterzufahren. ;-)

Die Straße nach Golet geht über einige Kilometer mit immer
im leichten Drift fahrbaren Autobahnschotter. Wir machen einige gestellte und vor allem super staubende Speedfotos und kommen recht schnell in dem Ort an. Auch hier wieder
viele Kinder, die sich sofort für ein Foto ordentlich aufstellen. Die Straßen sind gefüllt mit Wracks von Autos und Traktoren, ein Unfall hat offensichtlich irgendwann
stattgefunden, bei den beteiligten Autos fehlen die Sitze, Scheiben, Türen, der Motor und alles, was irgendwie abschraubbar ist. Die Karossen liegen unter den Bäumen und faulen vor sich hin. Ein kleines Mädchen ist aus Österreich und auf Urlaub hier und Heli schäkert etwas mit ihr rum und
fährt sie auf der Twin im Ort spazieren. Später geht sie mit Anke den Inhalt von Ankes Tankrucksack durch. ;-))
Auf einmal trifft ein Team ein, es ist das Team von Christa Petzke! Ich richte die Grüße von Renate aus und sehe auf einmal eine XT im Team, die
mir bekannt vorkommt. Fane wird uns vorgestellt, der als Führer für das Team mit der von uns geschmuggelten XT unterwegs ist. COOL! Später sollte dieses Team den ersten Platz der Gesamtwertung belegen!
Glückwunsch auf diesem Wege!


Zurück auf der Hauptstraße haben wir fast alles an der E70 abgegrast und wollen nach Hause, als Heli auf einmal langsamer wird: Platten hinten! Mist! Rechts ran und an der E70 Reifen gewechselt. Mangels Hauptständer wird die Hinterachse unter das Mopped gestellt. Zum
Schmieren kommt Sonnenmilch auf den Reifen. Klappt wunderbar.

Die weitere Heimfahrt verläuft problemlos und spätabends versammeln wir uns auf der Treppe vom Fahrtwindhaus und schauen im
Dunkeln mit dem Notebook die Bilder vom Tage.
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