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Cuntu/Tarcu

Route von heute
Chris bei hausfraulichen TätigkeitenMittwoch 16.8. Cuntu, Tarcu

Heute wollen wir die Cuntu/Tarcu Strecke fahren. Nach einem gemütlichen Aufstehen und einem ebenso gemütlichen Frühstück näht sich Chris erstmal Protektoren in sein Enduro-Hemd, damit die Arme beim nächsten Sturz etwas besser geschützt sind.

Ohne größere Zwischenfälle fahren wir über Asphalt nach Caransebes, Borlova zum Muntele Mic rauf bis zu der Stelle, wo mal Dacias Hütte war. Hier folgen wir diesmal dem Abzweig nach rechts in den Wald hinein, um zum Cuntu zu gelangen. Im Wald ist es trocken und wir kommen locker weiter. Das steile Geröllstück am Ende fahre ich mit Der Meteorologe auf CuntuAnkes Maschine, damit da nix passiert. Es ist aber auch ziemlich grob geröllig und recht steil, zumal dort auch noch zwei Kurven im Hang eingebaut sind... Wenig später kommen wir an der Wetterstation an und werden vom Meteorologen begrüßt. Er zeigt uns seine Stube und wir können dabei sein, wie er gerade einige Daten per Funk durchgibt. Die Ausrüstung ist vom Allerfeinsten, das würde man hierzulande im Museum wiederfinden. Ich bin fasziniert. Als er das bemerkt, fragt er mich, ob ich auch Meteorologe sei? Ich antworte, ich sei Ingenieur, was ihn aus irgendeinem Grund besonders freut.

Nach einem kurzen Abschied geht es weiter, wir wollen ja noch auf den Tarcu! Das erste Geröllstück trennt doch ein wenig die Spreu vom Weizen und Anke beschließt nach meinen Warnungen am Funk, doch lieber unten am Cuntu See auf uns zu warten, zumal wir ja eh dort wieder durchkommen müssen. Wheeli birgt ihre
Das Geröll fordert erste OpferWheeli im Kampf











Kiste aus dem ersten Geröll und legt sich dabei ab. Nachher kommt er auch noch hoch und wir treffen uns nach dem ersten Geröllabschnitt, stolz, es geschafft zu haben. Weiter geht es über hügelige Wiesen, immer steil bergauf. Wenn es zu holprig wird, suchen wir Alternativen rechts und links, und es macht Spaß, mit mehreren Motorrädern breit gefächert durch das wilde Gelände zu tuckern und sich einen Weg rauf zu suchen. Immer wieder bleibt jemand an einem dicken Stein oder in einem Loch hängen, aber irgendwie schaffen wir es alle bis zum Beginn des nächsten Geröllabschnitts. Hier geben Carsten und Heli auf, Wheeli probiert es noch, aber er dreht dann auch um und möchte es ein wenig links neben dem gerölligen Hohlweg über die Wiese probieren. Nach drei vergeblichen Versuchen bricht er ab. Es ist einfach zu steil, und nachher kommen breite Geröllfelder in der Wiese, kein Durchkommen möglich!

Rast auf halber HöheEs wird immer steiler...











Max, Chris und ich sind noch übriggeblieben und wir quälen uns durch den Hohlweg nach oben. Nach einigen Stürzen oben glücklich angekommen, geht es immer weiter hoch über kleine Bergwege, die teils fein geschottert, teils mit grobem Geröll angefüllt sind. ;-) An einem Sattel rasten wir und Chris sorgt ein wenig für seinen Zuckerhaushalt, in dem er einige Traubenzuckerstücken einwirft. Währenddessen mache ich einige Rast zwischendurchAuf dem Tarcu












Fotos von der atemberaubenden Landschaft. Nach einer kurzen geraden Passage kommt wieder ein Geröllabschnitt, in dem zwei Serpentinenkehren als besonderes Schmankerl enthalten sind. Mit viel Speed und der Nutzung der schrägen Außenwände der Kurven als Anlieger schaffe ich es ohne Anhalten und auch die anderen kommen da problemlos durch. Oben bleibt es geröllig, aber flacher, so daß wir ohne Schwierigkeiten am Gipfelhospiz ankommen und erstmal einige Fotos machen. Auch hier, auf 2190m funktionieren die Handies und wir rufen erstmal unsere Freunde an, um mit unserem Erfolg zu prahlen "Rate mal, wo wir stehen!" ;-) Die Aussicht ist wirklich phantastisch, auch wenn wegen des sehr warmen Wetters die Luft recht diesig ist, leider. Bei klarem Wetter hat man hier sicher einen spektakulären Stempel an der GipfelstationBlick über zig Kilometer in das Umland. Hier werden auch die Fotos für Chris' Diabetes-Klinik und für Max' Bar gemacht. ;-)))

Am Gipfelhospiz gibt es dann den Stempel, ein kleines Mädchen erledigt diese wichtige Aufgabe sehr gewissenhaft. ;-) Die Abfahrt verläuft ohne Zwischenfälle und wir treffen wieder am Cuntu ein. Hier sammeln wir den Rest vom Fest ein und fahren herunter in's Tal. Auf dem gerölligen Stück mit den leichten Kurven drin muß eine BMW noch in den Dreck geschmissen werden... Wir helfen Carsten beim Aufrichten. ;-)

Zwischen Cuntu und Dacias HütteWeiter geht's und wir erreichen problemlos das Tal, wo wir hinter Borlova links hoch die Route nach Zlagna fahren, die wir vom letzten Jahr noch kennen. In Zlagna holen wir den Checkpoint und machen uns auf die Autobahnschotterstraße nach Caransebes. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 130km/h blasen wir über die Piste, das Fahrwerk ist nur am Schwimmen, weil der feine und etwas tiefe Schotter sich wie eine Flüssigkeit beim Wasserskifahren verhält. Macht unglaublich Spaß!

Vor Caransebes warten wir auf die Truppe. Als ich das Mopped wieder anmachen will, funktioniert nichts. Totaler Chris im Abendlicht ;-)Stromausfall. Hauptsicherungshalter defektHauptsicherung? Alles abgebaut, nachgeschaut. Hm. Die Halterung der Sicherung ist verschmort, die Sicherung aber in Ordnung. Sehr merkwürdig. Ich setze die Sicherung von der Hupe als Hauptsicherung ein und schon kann es weitergehen, allerdings ab sofort dann ohne Hupe. Auch egal. ;-) Komische Sache, das.

Auf dem Weg nach Hause hänge ich mir die Kamera um den Hals und mache etliche Fotos während der Fahrt.
Bei Armenisauf dem Weg nach Rusca











Straßenkinder in RuscaAuf dem Weg zu Wittmanns











Der Abend verläuft wieder mit einem herrlichen Essen und den Planungen für den kommenden Tag. Anschließend fallen wir hundemüde in die Betten.

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