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Quad fahren

Wie bereits schon gesagt, unsere Moppeds waren nach dem Rumänien-Urlaub ein wenig überholungsbedürftig und keinesfalls fahrbereit. Andererseits hatten wir dort unseren Bekannten Jürgen Rappe, der in Beelitz bei Potsdam einen Quad-Laden betreibt und nebenbei Kawasaki Vertragshändler ist, wiedergetroffen. Er brachte uns auf die Idee, doch einfach mal auf ein Quad-Wochenende mitzukommen. Die Karren könnten wir uns dann zum Freundschaftspreis von ihm mieten. Man kann mittlerweile auch bei anderen Anbietern Quad fahren, aber damals gab es sowas noch nicht.

Das Vorher-Foto ;-)Tja, es dauerte ein wenig, bis daß ein Wochenende gefunden war, an dem wir nicht schon verplant waren, und nach einem grandiosen Mißverständnis (ich war eine Woche zu früh am Offroad-Gelände in Peckfitz, peinlich, peinlich) kommen wir am Freitag abend, den 19.10.2001 endlich abends sehr spät nach einer langen Anreise (diesmal allerdings ohne Anhänger und diesmal auch zum richtigen Zeitpunkt, he he) in Peckfitz an.

Wir hoffen, daß überhaupt noch jemand wach ist, es war schon fast Mitternacht. Wir waren in diversen Freitagnachmittags-Staus aufgehalten worden und kannten natürlich die Gepflogenheiten der eingeschworenen Truppe nicht, bei der wir in den nächsten beiden Tagen zu Gast sein sollten.

Das Bombardier Quad. ein geiler Anblick!Da wir ja letzte Woche schon da waren, fanden wir den Hintereingang und den Zeltplatz sofort. Alles war dunkel, bis auf einen einzelnen Scheinwerfer, der die Szenerie beleuchtete. Als wir näher kamen, sahen wir, daß kaum jemand da war und ein Feuer brannte. So nach und nach kamen wir dahinter, daß es ein allgemeines Rumgeheize im Wald gab und alle abwechselnd im Gelände rumdüsten, sich etwas an den Getränken gütlich taten und dann wieder im dunklen Wald verschwanden. Wir sind begeistert. Nachdem wir uns ein wenig umgeschaut haben, kLagerfeuer und Bier, was will man mehr?ommt auch Jürgen mal wieder aus dem Wald. Nach der Begrüßung fordert er uns natürlich sofort auf, unsere Quads zu entern und mit in den Wald zu kommen. Nach kurzem Sträuben (unbekannte Kisten, unbekannte Fahrweise, unbekanntes Gelände, alles dunkel) werfen wir alle guten Vorsätze über Bord und ziehen uns um. Von der Nacht gibt es allerdings keine Fotos, wir waren zu sehr mit Fahren beschäftigt. Jedenfalls hat alles gut geklappt und wir überstanden es heile. ;-)

Frühstücken


Am nächsten Morgen gibt’s erst mal ein nettes Frühstück für die Hartgesottenen. Die härtesten allerdings schlafen erstmal den Rausch der Nacht aus. ;-)) Morgens soll es dann auf eine geführte Ausfahrt gehen. Zuerst muß allerdings der Laden etwas zusammengetrommelt werden.

letzte Vorbereitungen


Der Wurzelsepp, seines Zeichens Besitzer der Waldsiedlung und freundlicher Gastgeber, verstuat noch seine Krücke auf dem geliehenen Quad von Jürgen und dann kann’s endlich losgehen.


Waldwege mit Tourguide




Über verschiedenste Waldwege gelangen wir nach und nach Richtung Osten, wo wir auch einen alten Armee-Wachturm antreffen, den der Sepp erhalten möchte und uns um Mithilfe bittet.

Bombardier an der Angel


An der Stelle stellt sich auch raus, daß es ein Fehler ist, wenn man mit einem völlig verschlammten Kühler auf große Fahrt geht, das Bobardier-Quad hat Übertemperatur und muß abgeschleppt werden, um einen schlimmeren Schaden zu vermeiden. ;-)) Bei einem Bekannten vom Sepp findet sich wenig später ein Gartenschlauch, der das Problem wieder bestens behebt. ;-)


Weiter geht’s und wir erreichen eine verlassene Sandgrube, wo wir mal so richtig am Gas drehen dürfen. An verschiedenen Steilauffahrten beißen wir uns die Zähne aus, doch mit sehr viel Schwung schaffe auch ich das mit dem kleinen Kawa Quad mit 200 ccm, 15 PS und nur Hinterradantrieb, dort raufzukommen.

Grizzly festgefressen. Klar: Yamaha! ;-))Abwärts mit Hilfestellung











Und wieder ein Grizzly, der's nicht schafft...
Das Spielen in der Sandkuhle macht riesigen Spaß. Das Schöne daran ist, daß man niemanden dabei stört, denn in der Abgelegenheit der Gegend ist wirklich jede Ansiedlung außer Hörweite. Und selbst wenn sie’s wäre, die Fahrgeräusche aus der Kuhle dringen kaum an den Rand, geschweige denn in den umgebenden Wald. Gleichzeitig ist es den mitfahrenden Enduristen in einer Besprechung vor der Abfahrt klargemacht worden, daß auf der An- und Abfahrt zur Grube kein Unsinn gemacht werden soll, sondern daß man sich auf den Endurospaß in der Grube freuen soll. Dadurch hat man auch auf der An- und Abreise zur Grube keine Spuren hinterlassen. So profitieren alle davon, die Quad-Fahrer, die sich in der Grube mal so richtig austoben können und die Umwelt, die so am wenigsten belastet wird.

Die alte Heerstr.Nach der Sandkuhle fahren wir auf einer alten Heerstraße weiter, die von Berlin bis weit nach Westdeutschland führt. Der Wurzelsepp will sie möglichst bald zum Enduro-Fernwandern verwenden, aber einige rechtliche und vertragliche Dinge müssen erst noch geregelt werden. Hier wird man dann in Tagesetappen von ca. 40 km fahren, wobei dann zwischendurch immer wieder Enduro-Stopps eingelegt werden. Auch an Übernachtungs- möglichkeiten soll gedacht werden. So können sogar vielleicht an der Heerstraße neue Gastronomiechancen entdeckt werden.

Heftige AbfahrtenEtwas später stoßen wir auf eine weitere Sandkuhle. Hier sind die Auffahrten noch etwas steiler, ich komme jedenfalls nicht mehr hoch. Aber man kann auf einem Umweg von hinten rauf und dann die lange steile Abfahrt runterrutschen...

Vollgaaas!!!!






Unten in der Talsohle kann man es dann mal so richtig krachen lassen, damit man die nächsten Berge wieder raufkommt. Unter großer Staubentwicklung schieben wir herrliche Drifts.

Aussicht von oben
Aussicht von oben 2












Nach einer längeren Rückfahrt und einem kleinen Tankstopp landen wir wieder in der Waldsiedlung in Peckfitz, wo es erstmal für die meisten eine kleine Pause gibt. Anke und ich, wie wollen nochwas fahren und düsen los. Dabei entstanden auf der hervorragend präparierten Ringstraße die folgenden Fotos:

Cello in Action
Cello im Dreckloch
Cello im Schlamm
...und das geht auch andersrum
Da waren auch noch andere...
Und noch ein Grizzly...
Ups, das geht ja auch mit den kleinen!
Noch'n Versuch...
Coole Drifts, he he

Auf einmal treffen wir einige Geländewagen, die sich sehr langsam durch die Passage quälen. Wir schauen interessiert zu und grinsen amüsiert, als ein schwerer alter Landrover mit modernem TDI Motor, allerdings mit fein profilierten Sommerreifen nicht aus dem Schlammloch in der Mitte des Geländes rauskommt. Wir schauen ca. eine Viertelstunde zu, wie er sich abmüht:

Landrover am Ende
Landrover holt Schwung
Hach, was für ein geiler Tag!
Fachmännisches Publikum

Etwas später finden wir auch Jürgen wieder. Er spielt ein wenig mit seiner Winde. In dem Schlammloch ist der Schlamm mittlerweile so durchgequirlt, wie in einer Betonmischmaschine. Ohne Winde ist hier nichts zu machen. Fasziniert schauen wir zu, wie das schwere Kawasaki Quad sich ohne Probleme selbst wieder befreit und dabei heftig qualmt und dampft.

Jürgen an Winde 1
Jürgen an Winde 2
Jürgen an Winde 4
Jürgen an Winde 5 (geschafft!)
Jürgen an Winde 3
Fotograf im Schlamm (he he)
Action Fotos

Mittlerweile wird es langsam dunkel. Zwischendurch wird immer wieder mal ins Basislager gefahren, um einige Steaks oder Tropfen Bier einzuwerfen und dann geht es wieder ins Gelände. Die Stimmung ist Klasse und an fühlt sich frei, einfach tun und lassen, worauf man Bock hat. Grandios! Mit steigender Stimmung traut man sich auch an die schwierigen Sachen. Hier einige Wasserdurchquerungen:

Wasser-Action 1
Rettungsversuch von hinten
Volgaaaas!!!
Norbert macht's auf die klevere Tour

Jetzt muß natürlich auch mal ein Yamaha Grizzly in das Loch im Wald, um dem Jürgen zu zeigen, daß auch Yamaha Quads da rauskönnen. Eine entsprechende hoch dotierte Wette motiviert dann doch. Jürgen wettet, daß kein Yamaha Quad da ohne fremde Hilfe durchkommt - und läßt darauf einen 5000er springen. Allein - auch mit Winde klappt das nicht. Man müht sich redlich ab, die Übertemperatursicherungen springen alle an, man müht sich mit mehreren Quads, mit drei Winden nachher, mit Seilen, die man einfach an die Anhängerkupplungen hängt, aber der Grizzly hat sich so richtig im Schlamm angesaugt. Demonstrativ süppelt Jürgen sein Bierchen an der Stätte der Yamaha-Schmach! Jedenfalls hat er seine 5000,-DM nicht verloren! ;-)

Zuerst noch ein Hilfeversuch
Jürgen kostet seinen Sieg aus

Fast wäre ich selbst auch noch in das Loch reingefallen, als ich die Szene mit den Scheinwerfern für die Fotos besser ausleuchten will ;-) Peinliche Sache, das. Nur dem beherzten Zugriff einiger umstehenden Helfer verdanke ich’s, daß die Kiste nicht in die Mocke geplumpst ist.

Mittlerweile werden die Leute lustiger und stellen Unfug an (wenn man das bis jetzt passierte nicht schon als solchen bezeichnen muß). Nach einer Wette springt der Bomber einfach so in die Mocke, die Jürgen vorher so schön durchgequirlt hat (siehe unten). Schöne Sauerei. ;-)))


Schmutz-TransportSowas kann man natürlich nicht mehr normal auf ein Quad setzen, das würde ja dann völlig schmutzig. ;-)) Aber wofür hat man denn einen Gepäckträger. ;-))

Cello dreckig. ;-)







Auch ich habe in einem Schlammloch, welches ich etwas zu schnell genommen hatte, ziemlich Dreck abbekommen. Jedenfalls kann jetzt keiner mehr über meine frisch gewaschenen Enduro-Sachen meckern. ;-))

Nachtfahrten



Je später es wurde, desto verrückter wurden die Typen und auch die Aktionen auf einmal hieß es, jemand sei verschollen und müsse gerettet werden. Sofort macht sich ein Trupp Quads auf und hetzt in wilder Fahrt durch das Gelände.

Waldbratereien


Wir finden die “Verschollenen” natürlich sofort, aber weil das retten so schön ist, verbringen wir die gesamte nächste halbe Stunde damit, hintereinander her im Konvoi durch den Wald zu heizen, möglichst immer schneller und immer schneller und durch den Schlamm und über die Hügel und durch die Löcher der Ringstraße, wie die Irren. Es macht phantastischen Spaß.


Irgendwann lichten sich die Reihen und wir beschließen auch, in’s Bettchen zu gehen. Unsere Knochen sind langsam etwas müde.

Am nächsten Morgen wachen wir mit einem ordentlichen Muskelkater auf. Anke hat noch einen anderen Kater, der so heftig ist, daß wir beschließen, nach einem vorsichtigen Frühstück abzureisen und den zweiten Tag sausen zu lassen. Immerhin haben wir noch ca. 4 Stunden Rückfahrt vor uns und noch einiges zu erledigen, bevor die Woche dann wieder beginnen kann. Auch einige der anderen Quad-Fahrer sind der gleichen Ansicht und packen zusammen. Jürgen schläft seinen Rausch noch aus, während Mandy schon wieder unterwegs ist. ;-) Heute tauchen auch einige Kleinkinder auf, die mit angereist sind. Teilweise fahren sie selbst, teilweise auf Bobby-Quads. ;-))

Hier noch einige Fotos vom Morgen:

drei Quads auf einem Anhänger
Kleiner Passagier
Katerfrühstück
Eng gehts zu, Luft muß abgelassen werden

Wir verabschieden uns herzlich von Mandy und Jürgen und bedanken uns für ein lustiges Wochenende, wo wir mal in eine ganz andere Gemeinschaft reinschnuppern konnten. Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob das was für uns ist, denn Quads sind doch ein recht teurer Spaß und wenn man’s ernsthaft betreibt mit viel Auto-Anhänger-Fahrerei verbunden... Aber lustig isses schon.

Nach einer ruhigen Heimreise ohne Zwischenfälle erreichen wir unser Zuhause.

Wer mal so richtig rumcrossen will, der kann sich ja mal beim Wurzelsepp von der Waldsiedlung in Peckfitz nach Terminen erkundigen. Wir haben da 15,-DM pro Übernachtung im “Soldatenbett” (alte NVA Armee-Unterkünfte mit *sehr* spartanischer Ausstattung, beispielsweise ohne vernünftige Duschen) und 20,-DM pro Fahrzeug und Tag auf dem Gelände bezahlt, also teuer ist das nicht, aber luxuriös auch nicht. ;-)

Mehr Infos vom “Wurzelsepp” (so nennt er sich selbst wirklich) gibt’s hier:

Waldsiedlung Peckfitz
Wurzelsepp
Reyner Biermann
39649 Peckfitz
Tel: 039082 / 8518
info@wurzelsepp-peckfitz.de
http://www.wurzelsepp-peckfitz.de/
 

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