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Nun hatte ich ja seit
dem Herbst 2003 ein Gespann und damit sollte der Traum, einmal ein Elefantentreffen zu besuchen, endlich wahr werden. In den vergangenen Jahren hatte ich immer mal vor, das mitzumachen, aber immer wieder ist
das an irgendwas gescheitert. Diesmal wollte ich hin. Da zum Elefantentreffen im Bayrischen Wald niemand hin fuhr, den ich näher kannte, bin ich mit einigen Kumpels vom
Schmiddel mit zum alten Elefantentreffen zum Nürburgring gefahren, falls das ein totaler Flop werden würde, konnte ich von dort immer locker wieder nach Hause düsen. Das
Gespann war gerade mit dem neuen Bootsdesign fertiggestellt und stolz fuhr ich damit dann los.
Ich hatte mich etwas vorbereitet und eine warme Ausrüstung zum Fahren besorgt und das Gespann mit allem erforderlichen Zeugs beladen, so daß eigentlich nix
schiefgehen sollte. Unterwegs traf ich mich mit Marcus (genannt Schmiddel) mit seinem Moto Guzzi T3 Gespann mit Ural Beiwagen auf einem Autobahnrastplatz und
gemeinsam fuhren wir dann weiter in die verschneite Eifel. Irgendwann mußte der Kaffee vom Autobahnrastplatz mal weggetragen werden, und dabei wurde natürlich mal eben ein Foto gemacht. ;-)
Auf dem Platz angekommen, stellte sich nach einer
längeren Suche raus, daß die besten Zeltplätze schon weg waren und wir auf einer Lichtung im Schnee zelten sollten. Naja, kein Problem, alles ausgeladen und erstmal Zelt aufgebaut. Da das Zelt vom
Schmiddel leider im letzten Sommer irgendwann im
Gartenschuppen naß geworden und danch völlig stockig war, haben wir das erstmal verbrannt und dann gemeinsam in meinem Zelt gepennt. ;-) Links der Beweis, daß die Twin auch ein wenig
geländegängig ist, zumindest mußte ich nicht angeschoben werden. ;-) Nach dem Zeltaufbau haben wir uns erstmal mit einem leckeren Bierchen
gestärkt und uns ein wenig auf dem Grillplatz zwischen den Bäumen eingerichtet.
Die Moppeds konnten prima am Weg parken und standen so nicht im Weg rum. ;-) Nach der Ankunft wurde natürlich erstmal ein Rundgang über den Platz gemacht. Allerorten Verrückte, die sich bei dem
winterlichen, aber nicht zu kaltem Wetter zum Nürburgring aufgemacht hatten, um die Wintertreffen-Romantik zu genießen.
Hier einige Impressionen:


Ein Racer aus Schnee war ein echter Hingucker:

ein römischer Streitwagen war auch da:

Mit diesem Beiwagen kann man ideal Holz zum Feuermachen holen:

Die Volkspolizei war auch anwesend und filmte Falschparker: ;-)

Hier ein Omnibustransport mit vier Stehplätzen nebeneinander:

Hier ein interessanter Umbau mit 50l-Bierfaß und Alfasud-Motor zwischen den Beinen des Fahrers:

einige Rat-Bikes aus Holland an der Tankstelle in Adenau:

Ein bildhübsches Side-Bike Comanche:

Und ein wunderschöner Beiwagen an einer netten Harley, wirklich schön im Finish, schlicht und edel:

Mit dem Schmiddel fuhr ich dann noch ein kleines Türchen durch die Eifel und wir besichtigten die Nürburg:

Nun war ich schon so oft da und noch nie oben. Wußte überhaupt nicht, daß das eine Ruine ist. ;-)

Nachher wurden dann noch einige Fahrfotos gemacht...




Als wir dann wieder zum Treffen zurückkamen, war auf der Crossstrecke die Hölle los:



Abends wurde dann mit dem Schwedenofen gekocht. So sah der vorher aus:

und so im vollen Einsatz: Der Ofen wird in der Mitte mit einem guten Schluck Benzin befüllt und dann angezündet. Innerhalb der nächsten Dreiveiertelstunde brennt der dann von innen
her aus und hält außen den Topf. Wie eine Herdplatte quasi. Die Hitze ist unglaublich und wir konnten dreimal einen Topf Nudeln drauf heißmachen, der allerdings nachher leider von Harz und Kohle versaut war. Naja.

Aus dem abendlichen Saufgelage habe ich mich dann fein rausgehalten, da ich ja am nächsten Morgen fit sein wollte und auch keine Lust auf die dann meist eintretenden
Kopfschmerzen hatte. Zwischendurch gab’s dann lustige Einlagen: Der verstrahlte Thorsten spielte beispielsweise mit seiner Emme “Holiday on Ice” auf dem zugefrorenen See im
Gelände, wo man aber nicht draufgehen sollte, weil das Eis zu dünn war... Jeden Moment hätte er einbrechen können, während er stinkbesoffen mit der Emme auf dem Eis Kreise
fuhr und aus seiner linken Hand Feuerwerksraketen in die Zelte der Teilnehmer startete. Es gab eine Menge Ärger deswegen und fast hätte es eine Schlägerei gegeben. Am nächsten
Morgen hatte er einige nette Verbrennungen an seinen Händen. Naja, sowas heilt ja wieder. ;-)
Irgendwann war dann auch Ruhe und alle schliefen mehr oder weniger gut ein. Meine
Ausrüstung im Zelt war im Gegensatz zu meinen Fahr-Klamotten definitiv nicht wintertauglich und ich fror wie ein Schneider in meinem Übergangs-Schlafsack... Evtl. hätte
ich auch eine Decke weniger unter mir haben sollen und sie besser mal über mich gelegt. Naja. Auch diese Nacht ging vorüber und der nächste Morgen verging mit Kaffekochen
und frühstücken (siehe Bild unten). Der Typ, der mir am Abend vorher ewige Freundschaft geschworen hatte, erkannte mich nicht mal mehr. Tolle Wurst.

Wir verabschiedeten uns und auf dem Nachhauseweg hatten der Schmiddel und ich noch tolles Wetter und eine nette Tour.

Hier unten sind wir auf der Rheinfähre zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen (danke an A. Bohrer von der Fähre Linz-Kripp für den Hinweis, daß hier die falsche Fähre genannt
war. ;-)

Was war nun das Fazit? Also so ein Wintertreffen ist ja mal ganz lustig, aber ich muß das nicht immer haben. Wichtig ist, daß man mit einer eingeschworenen Clique dorthin fährt,
dann hat man auch Spaß. Ich kannte von denen nur den Schmiddel und das war nicht OK, irgendwie stand ich ständig so als drittes Rad am Wagen rum. Sicherlich auch, weil ich nicht
mitgesoffen habe, aber das hatte ich mir ja auch aus gutem Grund selbst ausgesucht. ;-)
Es war eine nette Erfahrung, die ich nicht missen möchte, aber ich werde bei den nächsten
Malen sicherlich nicht mehr mitfahren, zumal mein neues Gespann auch nicht das typische Wintergespann ist. ;-)
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