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Tja, vom 29.7.2002 bis Mitte November 2003
war ich stolzer Besitzer eines hübschen Familiengespannes auf Basis einer Africa Twin RD04 Bj. 1992, der Beiwagen ist ein Moturist P1 von dem Gespannbauer Ed Pols aus Amsterdam. Hier rechts seht ihr ein Foto
unmittelbar vor dem Verkauf, auf einer Extra-Seite habe ich noch eine komplette Rundumsicht mal draufgepackt. Ziel des Kaufs war es damals, mit den Kids auf Tour gehen
zu können. Endurotauglichkeit war nicht gefordert, auch wenn man das aufgrund meiner sonstigen Ambitionen (siehe meine Reiseberichte) und der Wahl des Zugfahrzeugs annehmen
könnte. ;-) Der Historie des Gespannes habe ich eine eigene Seite gewidmet, genauso wie den wichtigsten Umbauten (siehe Buttons links unten).
Weil meine beiden Kids sich dauernd um den einen Platz im Boot prügelten und weil ich immer Pause machen mußte, wenn beide Kids nach einem Campingwochenende müde waren
und schlafen wollten, habe ich mir dann im Herbst 2003 ein Zweisitzer-Gespann zugelegt, hier können die dann beide im Beiwagen pennen. Finanzielle Voraussetzung dafür war der Verkauf des Twin-Gespanns, hier findet sich die alte Verkaufsanzeige.
Zum Umbau der Twin zu einem Gespann wurde ein Hilfsrahmen hinten im Heck
eingeschweißt und vier mordsmäßig stabile Befestigungspunkte am Rahmen angeschweißt. Dazu wurde der Motorschutz und er rechte Seitendeckel entsprechend kunstvoll
aufgeschnitten. Das Boot ist fest angebaut und hat eine in der Vorspannung einstellbare Drehstabfederung mit außenliegendem Dämpfer und eine kleine Scheibenbremse von einem
EML mini mit Brembo Bremszange, die hydraulisch mit der Fußbremse gekoppelt ist. Rechts läuft ein 12" PKW-Rad (mit fünf Radbolzen, boah ey!), hinten ein 15" PKW-Rad auf einer
Akront-Felge, die auf die Original-Hinterradnabe mit extra dicken Edelstahl-Speichen aufgespeicht ist.
Vorne wird das Rad mit einer geschobenen Gespannschwinge mit Stereo Bilstein Dämpfern geführt und es wird ein verkehrtrum (da Brems- und keine Antriebskräfte
übertragen werden!) montierter 17" Hinterradreifen auf einer Akront- Sonderanfertigungs- Felge gefahren, Sonderanfertigung deshalb, weil das Format einer Hinterradfelge
entspricht, aber die Speichenanzahl einer Vorderradfelge. Vorne ist die Original-Honda Nabe über Distanzstücke in die Gabel eingepaßt. Die Zangen sind auch Original und auf speziell
angefertigte und schwimmend und um die Achse drehbar gelagerte Adapterplatten geschraubt, die sich an der Schwinge abstützen. Die Karre taucht beim Bremsen kaum ein,
wie bei einer Telelever-Gabel. Weiterhin spricht die Gabel supersensibel an, weil die Federungselemente keine Seitenführungskräfte aufnehmen müssen. Einfach genial! Mir gefällt
das Gespann sehr, die Kiste ist ein echter Hingucker und vor allem auf einem Treffen superpraktisch. Der Seitenständer sinkt nicht im Matsch ein und man hat nie Probleme mit Gepäck. ;-)))
Eine Twin ist allerdings mit Boot nicht zum Rasen
geeignet. Ich fahre sie mit Original- Sekundär- Übersetzung und 15" PKW Reifen hinten, so daß sie im Vergleich zur Originalen 17”-Bereifung kürzer übersetzt ist. Nunmehr erreiche ich im fünften kurz vor dem
roten Bereich mit Mühe ca. 140 km/h. Aber so’ne Familienkutsche fährt man ja nicht zum Heizen. ;-)
Ganz oben ist nunmehr ein aktuelles Foto mit dem neuen Gespanndesign am Boot, außerdem ist dort auch schon die neue klare Windschutzscheibe auf dem Boot montiert, die alte war
sehr verkratzt und nach dem Malheur mit dem Achsbruch auch noch zerbrochen. Mein Dank gebührt Olli vom Moppedstammtisch Steinenhaus für die tatkräftige Unterstützung bei den
Umbauten, ohne den ich das nicht geschafft hätte. Nicht so genau sieht man hier die Bootsscharniere aus Flugzeugaluminium. Dank an Michael für die exklusive Maßanfertigung!
Die Aufkleber rund um den Antennenstummel hinten oben am Boot habe ich rückstandsfrei abgekriegt, die waren noch alle vom Vorbesitzer und mit fremden Lorbeeren schmückt man sich ja nicht so gerne.
An einem Gespann wird dauernd gebastelt. Das liegt daran, daß es sich bei Gespannen meist um Unikate handelt, die eh nie ab Werk optimal sind, weil die Erfahrung einer
Großserienproduktion fehlt. Außerdem hat man natürlich einige besondere Vorstellungen, die sich dann mangels eines bezahlbaren kommerziellen Angebotes nur durch Eigeninitiative
realisieren lassen. Außerdem macht das basteln ja auch Spaß und am Ende hat man ein Gespann, was den eigenen Wünschen entspricht und was man auf seine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten hat.
Unter den Buttons auf der linken Seite findet ihr so Einiges zum Thema Umbauten und Bastelkrams, was da bisher gelaufen und in Zukunft geplant ist. ;-)
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