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Auch meinen Cometen sollte die alte FJ-Krankheit verrottender Kontakte, viel zu großer Übergangswiderstände und übergroßer Spannungsabfälle im Elektrik-System der FJ1200 ereilen. Gleichzeitig ist auch noch meine
Benzinpumpe ausgefallen und lange Zeit habe ich die beiden Probleme vermischt und nach Elektrik-Ursachen für den Benzinpumpenausfall gesucht, aber das waren zwei Fehler zur gleichen Zeit... Naja.
Jedenfalls
habe ich nach einigen Versuchen, das Problem an den Symptomen zu kurieren (mal hier einen Stecker ausgetauscht, dort eine neue Crimpverbindung gesetzt) das Problem an der Wurzel gepackt. Das erste Problem ist die
Demontage der Verkleidung. Beim Gespann bekommt man die rechte Lufthutze nicht aus der Frontverkleidung ausgefädelt, und kann somit die Verkleidung nicht abnehmen. Man muß die Lufthutze von dem Luftleitrohr innen
mit drei Schrauben demontieren und kann sie dann zerlegt rausnehmen. Das Problem ist, daß die Schrauben nur von innen zugänglich sind. Ich brauchte fast ‘ne Stunde dazu. Da wäre fast besser der Beiwagen abgebaut
worden, grmpf.
Endlich konnte ich anfangen. Dazu habe ich vier handelsübliche 12V Kfz.- Relais hinter der vorderen Verkleidung installiert, eins für Fernlicht, eins für Abblendlicht, eins für
Standlicht und eins für Zündung. Ein Klick auf das Bild rechts öffnet ein großes Bild, damit man die auch sehen kann. Die
Steuerleitungen habe ich einfach vorn im Kabelbaum oder am Frontscheinwerfer mit Hilfe des Schaltplans identifiziert und durchgeschnitten, die Leitungen
von den Schaltern dann auf die eine Seite der Relaisspule angeschlossen, die anderen Anschlüsse der Spulen auf Masse gelegt. Somit klickern die Relais schonmal. ;-)
Als nächste Aktion wurde ein Sicherungskasten mit vier Kfz.- Flachstecksicherungen
neben der Sitzbank rechts unter dem Seitendeckel versteckt, der mit einem dicken Pluskabel hinter der Hauptsicherung versorgt wird. Rechts sieht man, wie die Sicherungen angeschlossen sind. Vier
einzelne 2,5mm2 Kabel versorgen dann die vier Relaiskontakte der obigen Relais. Es war ein wenig knifflig, die vier dicken Kabel ordentlich zu verlegen, aber es ging.
Rechts findet sich der
Blick von oben rechts am Motorrad herunter auf den fertig eingebauten Sicherungskasten.
Nun mußten nur noch die Verbraucher an die Relais angeschlossen werden. Alle Anschlüsse wurden mit Schrumpfschlauch
gesichert und die Relais ordentlich mit Kabelbindern befestigt. Alle Kabel zugentlastet am Rahmen angestrapst und dann kam der erste Funktionstest, und was soll ich sagen - Alles Bombe. Mit stehendem
Motor 12,2V an der H4 Lampe im Vergleich zu 9,2V vorher. Kein Wunder, daß die nie durchgebrannt ist, ich habe mich schon gewundert, wie lange die hält. ;-)
Erste Versuchsfahrten nachts ergeben ein neues Erlebnis, was Scheinwerferhelligkeit angeht. Ich bin begeistert und kann nur jedem eine solche Modifikation empfehlen, es ist allerdings
etwas Arbeit und man muß wissen, was man tut. Die Materialkosten sind allerdings mit vier Relais, einem Sicherungskasten und einigen Metern Kabeln und etlichen Kabelbindern recht gering geblieben. |