Diplomarbeit
Entstehung
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Funktionsweise
Zusammenfassung
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Überblick
MUX-Programm
Dienstroutinen
Datalogic
Mitutoyo
Digitrix
Weiterverarbeitung
Software: Digitrix-Routine

6.7.4 Die Helios-digitrix-Routine

6.7.4.1 Helios: erforderliche Platinenkonfiguration

Die Platinenkonfiguration ist bis auf eine Ausnahme identisch mit der für Mitutoyo-Digimatic-Schnittstellen: Der Massejumper für den Optokoppler auf der Platine sollte nicht gesteckt sein, da der Optokoppler die Request-Leitung des Helios-Meßmittels gegen die Betriebsspannung des Meßmittels selbst zieht und der Optokoppler die Versorgungsspannung des Meßmittels sonst überflüssigerweise über den im Kabel in die Request-Leitung eingebauten 22kOhm-Widerstand zusätzlich an Masse legen würde. Die Meßmittelbatterie liefert die Versorgungsspannung des Meßmittels und die Arbeits-Spannung für den Optokoppler und würde so nur unnötig belastet. Alle anderen Jumper werden genau wie für Mitutoyo-Digimatic plaziert.


6.7.4.2 Helios: implementiertes Datenformat:

Es werden 17 Digits zu je 8 Bit synchron zu einem Taktsignal erwartet. Die Bedeutung der einzelnen Digits erläutert folgende Grafik:

Helios Digitrix Datenformat

Abb. 30: Das Helios-digitrix-Datenformat

Helios BitcodierungDie Bits müssen auf der Empfängerseite noch invertiert werden. Dazu ein Beispiel:


Abb. 31 (rechts): Bitweise Codierung der Daten


6.7.4.3 Helios: Algorithmus

Das Empfangen der Daten geht ähnlich wie in der Mitutoyo-Digimatic-Routine vonstatten, so dass hier nur die Beschreibung der Unterschiede dazu erfolgt. Der erste Unterschied liegt in der Datenanforderung: Die Datenanforderung muss wieder zurückgenommen werden, um das Meßmittel zur Aussendung von Daten zu bewegen. Bei Mitutoyo beginnt das Aussenden der Daten direkt, nachdem die Anforderung ausgelöst wurde. Ein Zurücknehmen der Anforderung hätte zur Folge, dass das Mitutoyo-Meßmittel sofort die Übertragung einstellen würde.

Statt 13 Digits werden 17 Digits empfangen, statt 4 Bit müssen 8 Bit gelesen werden. Weiterhin werden alle Bits invertiert, während sie in die in den Akkumulator über das Carry-Flag eingeschoben werden: Wird eine "1" erkannt, so wird das Carry-Flag gelöscht, wird eine "0" gelesen, so wird es gesetzt. Statt bei der fallenden Flanke werden die Helios-Daten an der steigenden Flanke gelesen. Alles scheint genau umgekehrt zu sein, wenn man Helios mit Mitutoyo vergleicht: Die Bits werden genau in der umgekehrten Reihenfolge wie bei Mitutoyo ausgesendet. Das MSB (höchstwertige Bit) kommt zuerst, so dass man die Bits linksherum mit dem Befehl ROL in den Akku einschieben muss.

Die Umwandlung der empfangenen Meßdaten in die endgültigen Sendedaten ist bei Helios einfacher, da man sich das Umrechnen der Digits nach ASCII-Zeichen sparen kann (diese werden schon als ASCII-Zeichen gesendet) und weil der Dezimalpunkt schon vom Meßmittel automatisch richtig plaziert gesendet wird. Sogar führende Nullen werden schon vom Meßmittel durch Blanks (" ") ersetzt. Man muss nur noch die Meßmittelkennung "00A" vor die Meßdaten an den Anfang des Sende-RAMs setzen, das Vorzeichen dahinter plazieren (die Absolut/Relativ-Kennung wird nicht verwendet), die Meßdaten in das Sende-RAM hinter das Vorzeichen kopieren und mit CR abschliessen. Die Kennung metrisch/Inch wird ebenfalls nicht verwendet.


6.7.4.4 Helios: Fehlerbehandlung, Fehlercodes

Die Fehlercodes werden genau wie bei Mitutoyo ermittelt: Die laufende Nummer desjenigen Digits, bei dem der Fehler auftrat, wird angezeigt. Dabei wird nur auf den Timeout-Fehler getestet, ein anderer Übertragungsfehler kann hier wie bei Mitutoyo aufgrund fehlender Checksummen oder ähnlichem nicht festgestellt werden.

Ablaufdiagramm zur Helios-Lese-Routine:

Ablauf Helios Routine

Abb. 32: Ablaufdiagramm zur Helios-Lese-Routine

6.7.4.5 Helios: erforderliches Kabel, Pinbelegungen

Zm Anschluss des Helios-Meßmittels wird das Kabel vom Multiplexer 1080 weiterverwendet und ein neues, hier beschriebenes Kabel zusätzlich angesteckt. Am Meßmittel wird ein 8-poliger DIN-Stecker verwendet, am Meßmittelinterface kommt ein 25-poliger Sub-D-Stecker zum Einsatz.

Pinbelegung des Adapterkabels für die Helios-digitrix-Messuhr

Helios-Stecker

Kabel

25 pol. Sub-D-Stecker Interface

Pin 6 GND

weiß

GND Pin 13

Pin 8 Clock

grün

Clock Pin 20 Input 2

Pin 3 Daetn

gelb

Daten Pin 21 Input 1

Pin 2 Request

braun

Request Pin 16 Opto (GND)

pin 1 +3,2V

grau

+3,2V Pin 3 Opto (open collector)


© 2001 Marcel Sieling, http://www.powerslider.de
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