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Nach verschiedenen Umzügen und Wohnungswechseln habe ich mich letztens daran erinnert, daß ja irgendwo noch die Daten von der Diplomarbeit sein müßten. Schnell formte sich der Gedanke, die Diplomarbeit von den
Atari-Daten in HTML Dokumente umzuwandeln, um sie auf Dauer zu konservieren und als Webseite darstellen zu können.
Mittlerweile hatte ich verschiedene Ataris und Macs gehabt und alle wieder verkauft, aktuell arbeite ich auf einem schnellen, selbst zusammengestellten PC unter
Windows98SE. Mir steht noch ein Atari-Emulator zur Verfügung (MagicPC von Application Systems Heidelberg), aber hier waren viele der alten Programme nicht mehr lauffähig, weil sie nicht besonders systemkonform
programmiert waren.
Das größte Problem jedoch
waren die auf dem Atari formatierten Disketten mit den Daten der Diplomarbeit, die auf dem PC nicht lesbar waren. Nach mehreren Wochen des Rumfragens und Nachdenkens brachte mich ein Mailbox-Kollege
auf die naheliegendste Idee: Einfach den alten Atari auspacken und damit die Disketten einlesen. Meinen allerersten Atari 1040STF hatte ich nämlich noch. Zum Glück hatte ich auch noch
das HD-Laufwerk von Herberg Hard&Soft (ein klangvoller Name in der Atari-Szene) noch zur Verfügung, so daß die Atari-Disketten auf PC-formatierte HD Disketten umkopiert werden
konnten. Die Freude über den gelungenen Transfer kannte keine Grenzen und direkt wurde eine Sicherheitskopie auf eine CD gebrannt.
Damit waren die Daten erstmal gerettet. Eine wichtige Hürde war genommen. Die Grafiken konnte ich alle nach und nach
mit Papillon, was auf dem PC im Atari-Emulator läuft, öffnen. Mit einem PC Snapshot-Tool habe ich die dann vom Bildschirm abfotografiert und als GIF-Datei gespeichert. Ein wenig Nachbearbeitung war
noch erforderlich, da die Bilder teilweise zusammengesetzt werden mußten oder Kommentare zur Verwaltung enthielten. Es gelang, die Bilder in phantastischer Qualität ohne Verluste zu konvertieren.
Der Text war da schon etwas schwieriger. Mit einem aus der Mailbox erhaltenen, behelfsmäßig programmierten SDF nach RTF Wandler (der übrigens nur auf dem Atari lauffähig ist, nicht auf
dem entsprechenden Emulator auf dem PC), gelang es mir, aus den Signum!2 Dateien RTF Dokumente im Atari ASCII Zeichensatz zu erstellen, die allerdings grauenhaft formatiert waren.
Nach einer ASCII Wandlung und anschließender intensiven Nachbearbeitung konnten diese Texte über das Magic-PC Klemmbrett in PC ASCII umgewandelt werden und für die
Darstellung im Web aufbereitet werden. Anschließend waren weitere umfangreiche Schritte mit Einfügung von Umlauten und dem Einbringen eines echten Zeilenumbruchs als Fließtext
erforderlich. Dazu wurden diverse Makros in MS Word und TextPad32, einem genialen Text-Editor benutzt.
Viele weitere kleine Schritte waren erforderlich, bis das hier vorhandene Ergebnis sichtbar war.
Unter anderem wurde ein eigener Site Style für den wirklich genialen HTML Editor Netobjects Fusion 5 erstellt, mit dem diese Seiten hier gesetzt wurden. Durch eine Neu-Installation und nicht
vorhandene Datensicherung ging dieser Site Style nochmals verloren, so daß ich den Re-Engineeren mußte. Zum Glück war auf dem Webserver noch der alte Style vorhanden, so daß ich ihn dort ein wenig abgucken konnte.
Einige Fotos, die ich mit meiner Digitalkamera von der Gewinnung der Files der Diplomarbeit geschossen habe, runden die Darstellung ab.
Einige Dokumente sind schwierig zu beschaffen, da sie nur mit Programmen darstellbar sind, die auf dem Atari und nicht auf der Emulation auf dem PC laufen... Hier muß ich mit einem Atari
Hardcopy-Tool und einer neu zu erstellenden Installation der Programme auf dem Atari noch etwas experimentieren. Das Problem ist, daß ich für den Atari keine Harddisk mehr besitze, da ist
also noch etwas Arbeit angesagt. Dies betrifft insbesondere einige Calamus Dokumente. Zu gegebener Zeit wird das vielleicht auch noch erledigt. ;-)
Ab und zu finde ich einige Fehler in der Format-Umwandlung, über Hinweise dazu freue ich mich immer. Hier die dadurch erforderlichen Änderungen:
16.9.2002: Im Originaldokument gab es eine Formel, die nicht als Grafik abgelegt war
und deswegen beim Konvertieren irgendwie verloren ging. Eingefügt. (Kapitel 2.8.3)
Vielen Dank an den Hinweis von Frank Bertling in dieser Sache.
16.9.2002: Verweis auf Kapitel 5.5. verlinkt. (Kapitel 3.1.4)
16.9.2002: Bei der Konvertierung wurde das “my”-Zeichen in den Buchstaben “m”
umgewandelt, was natürlich bei Mikrosekunden fatal ist. ;-) Die bekannten Stellen wurden korrigiert. (Kapitel 3.1.4)
5.10.2003: Noch ein Fehler bei der Konvertierung von “my”- in den Buchstaben “m”
im Kapitel 2.8.4, Dank an Uwe Blücher für den Hinweis.
Ich hoffe, daß sich vielleicht auch jemand anders für die Arbeit interessiert, mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, bei der Überarbeitung nochmal die Zeit von damals Revue passieren zu lassen.
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