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1 Einleitung
Auf dem Sektor der elektrischen Messung nichtelektrischer Größen ist in neuerer Zeit ein beachtlicher Fortschritt zu verzeichnen:
Die Digitaltechnik hält auf breiter Basis Einzug in diesen Industriezweig. Viele Meßmittel sind heute mit einer Digitalanzeige ausgerüstet und ermöglichen so eine leichte, wenig ermüdende und eindeutige Ablesung von
Meßwerten. Als Beispiel sei auf die Vielzahl von digitalen Thermometern, Uhren, Drehzahlmessern, Frequenzanzeigen, etc. verwiesen.
Im Bereich der Messung von geometrischen Größen wie Längen,
Bohrungsdurchmessern und -tiefen, Innenmassen, Aussendurchmessern etc. z.B. in der Metallverarbeitung, werden digitale Meßmittel erst seit kürzerer Zeit und noch nicht überall verwendet. Die Vorteile der Erfassung
von Meßdaten in der Qualitätssicherung mit elektronischen digitalen Meßmitteln werden jedoch immer deutlicher, seitdem es immer mehr Meßmittel gibt, welche über einen digitalen Datenausgang verfügen und somit in der
Lage sind, die ermittelten Meßdaten einem übergeordneten Datenverarbeitungsgerät zu vermitteln, wo diese dann im einfachsten Fall gespeichert oder gedruckt werden oder mittels geeigneter Systeme eine statistische
Behandlung der Meßdaten durchgeführt wird, so dass Lagerbestände, Ausschussproduktion und Masshaltigkeit der Messobjekte transparent und somit dokumentierbar und leichter kontrollierbar werden.
Dabei lässt
sich jedoch im Bereich der Schnittstellentechnik dieser Meßmittel eine Entwicklung beobachten, die man häufig bei der schnellen Entwicklung einer neuen Technik findet: Jeder Hersteller von Meßmitteln entwickelte
eine eigene Art der Datenübertragung, so dass die Anwender dieser Meßmittel nur mit Datenverarbeitungsgeräten des jeweiligen Meßmittelherstellers arbeiten können, da Geräte anderer Anbieter nicht kompatibel sind.
Durch diese Problematik entsteht gleichzeitig ein neuer Markt für Anbieter, welche in der Lage sind, die verschiedenen Arten der Datenübertragung von Meßmitteln an übergeordnete Datenverarbeiter umzuformen in ein
einheitliches Datenformat, welches über Standard-Schnittstellen an weitverbreitete (meist MS-DOS-kompatible) Datenverarbeitungssysteme übermittelt werden kann.
Diese Meßmittelinterfaces (d.h. Geräte zur
Umformung der Datenformate) sollten dann möglichst viele verschiedene Meßmittel ansprechen können, um somit eine möglichst grosse Unabhängigkeit von Datenverarbeitungsgeräten der Meßmittelhersteller zu erreichen.
Aufgabe dieser Diplomarbeit ist es, ein Konzept zur Erstellung eines solchen universellen Interfaces schrittweise zu erarbeiten und dieses Konzept dann in Form eines Prototyps zu realisieren.
Die im nächsten
Kapitel behandelten Schnittstellentypen geben einen Einblick in die Komplexität der Problematik und sollen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, einen groben Überblick über die momentan am Meßmittelmarkt
verbreiteten Arten der Datenübertragung vermitteln.
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